Es war Krebs! – aber ALLES IST GUT!

Die PET-CT-Untersuchung am 8. und die Besprechung beim leitenden Arzt der Radio-Onkologie im Triemli am 9. Oktober hat ergeben:

P. hat den Krebs besiegt – sie ist wieder krebsfrei! Jipppppiiiii!

Das einzige was noch ansteht, ist unsere vollständige Erholung in den kommenden Wochen und Monaten und für P. künftig ein halbjährliche Vorsorgeuntersuchung. Vorsorge! Nicht Behandlung! :-)

Ihr seht: Uns geht's wieder gut :-)
Ihr seht: Uns geht’s wieder gut :-)

Von ganzem Herzen danken wir (auch) an dieser Stelle für Euer Mitgefühl, für Eure Unterstützung, die vielen (Telefon-)Gespräche, die unzähligen E-Mails und SMS, die aufmunternde Kommunikation über Twitter & Co. Und nicht zuletzt fürs Mitfreuen in den letzten Tagen und Stunden! Wir wissen nicht, ob wir es ohne Euch geschafft hätten!

Alles ist gut!

Es ist Krebs! – Die zweite PET-CT-Untersuchung steht an – drückt bitte die Daumen!

Rund vier Monate sind seit dem letzten Blogpost vergangen. Vier Monate, in denen der Alltag bei uns fast vollständig seinen Platz wieder gefunden hat. (Und deshalb das Bloggen – zum Glück – nicht mehr so wichtig war wie in den Monaten zuvor.) Wir sind schon fast am Ziel. Fast, aber noch nicht ganz. Hoffentlich …

Die Anzahl Tage, in denen es P. nicht gut geht (extreme Übelkeit, häufig zusammen mit Erbrechen), werden weniger, die Abstände zwischen diesen Tagen grösser. Mittlerweile vergehen schon mal zwei oder sogar drei Wochen, in denen es P. gut geht.

So gut, dass sie seit rund einem Monat schon wieder 40% arbeitet. Das ist gut so: Die Arbeit lenkt sie davon ab, ständig über das selbstverständlich noch immer sehr präsente Thema nachzudenken, sie sorgt für Erfolgserlebnisse («Einen ganzen Tag gearbeitet und viel erledigen können, toll. Ich bin zwar müde, aber mir geht’s gut.») und bringt viele, herzliche Kontakte zu Menschen, die während der Krankheit zwangsläufig selten waren.

Ich bin überzeugt: P. ist auf gutem Weg durch die von den Ärzten prognostizierte 6-monatige Phase, die es zur körperlichen, geistigen und seelischen Verarbeitung braucht. (Rein rechnerisch sollten wir diese Zeit Mitte November auch hinter uns haben.) Und auf gutem Weg, gesund zu werden. Und wenn wir wissen (oder zumindest daran glauben können), dass P. wieder gesund ist, dann geht’s uns allen gut.

Ein wichtiger Meilenstein auf diesem Weg ist übermorgen, am 8. Oktober 2014. Der Tag, auf den wir seit dem Ende der Bestrahlungs-/Chemo-Therapie warten: P. wird eine zweite PET-CT-Untersuchung über sich ergehen lassen müssen. Wobei es für sie wie auch für uns kein Müssen ist, im Gegenteil: die Untersuchung wird (hoffentlich!) zeigen, dass sich keine weiteren Karzinome/Tumore gebildet haben. Und dass P. damit einen grossen Schritt näher am Ende dieses zermürbenden, Kräfte zehrenden Weges sein wird.

Auch wenn wir uns nach all den schweren Monaten wieder fast vollständig erholt haben, hoffen wir so sehr, dass wir diese Kräfte nicht werden aufwenden müssen, um eine weitere Krebstherapie durchstehen zu können, sondern sie in ein normales Leben stecken können. Ja, das stinknormale Leben – das ist es, wonach wir uns seit bald einem Jahr sehnen!

Tust Du, tut Ihr uns einen Gefallen? Drückt Ihr am 8. Oktober die Daumen für P.? Betet Ihr für uns (sofern beten für Euch etwas ist, was ihr üblicherweise in solchen Situation tut)? Tut Ihr irgendetwas, wovon Ihr denkt, dass es uns gut tut?

Das ist lieb! Tausend Dank dafür!

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Es ist Krebs! – Geburtstag, die zweite Halbzeit und das Ende der Therapie

«Schon drei Wochen geschafft!» Oder doch eher «Noch liegen drei schlimme Wochen vor uns!»? Die Vernunft und die Gefühle sind sich in der Beantwortung dieser Frage nicht einig. P. baut von Woche zu Woche körperlich, geistig und seelisch mehr ab. Nun ist’s wirklich an der Zeit, dass die Therapie zu Ende geht!

28. April 2014

An P.s Geburtstag beginnt die zweite Halbzeit der Bestrahlungs-/Chemo-Therapie. Und leider ganz anders, als wir uns das zu Beginn vorgestellt haben: Wir haben damals gedacht, es würde von Woche zu Woche einfacher, weil wir uns an das ganze Prozedere gewöhnen würden. Ja, an den Ablauf haben wir uns schnell gewöhnt. Die Realität aber zeigt, dass P. von Tag zu Tag und von Woche zu Woche physisch und psychisch mehr abbaut und ihre Energie langsam gegen Null geht. Klar, ich versuche sie immer wieder aufzumuntern und zu motivieren. Aber «Du hast schon die Hälfte geschafft, sei stolz!» und «Du hast schon so vieles geschafft, Du schaffst auch die letzten drei Wochen!» helfen nur wenig, wenn überhaupt. Die permanente Übelkeit, die Verdauungsprobleme (weil der Darm durch die Bestrahlung trotz aller Vorkehrungen in Mitleidenschaft gezogen wird) und die bleierne Müdigkeit sind kaum mehr zu ertragen. P. leidet. Und wir müssen hilflos zusehen.
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Es ist Krebs! – Plötzlich steht unser Leben kopf (Kurzfassung November 2013 – Juni 2014)

Im November letzten Jahres die alljährliche Untersuchung beim Frauenarzt, im Januar ein vermeintlich kleiner Eingriff, im Februar eine grosse Operation. Von Mal zu Mal wurde der Befund schlimmer. Hier erzählen wir, wie sich der Krebs in unser Leben hineingefressen, wie meine Frau und wir uns tapfer gehalten haben und wie nun langsam der ganz normale Alltag in unser Leben zurückkehrt.

Begonnen hat alles Anfang November 2013 mit einem positiven Krebsabstrich von P. beim Frauenarzt. Es sei nur ein kleiner Eingriff, hiess es, nichts Schlimmes. Doch es kam anders.

Nach dem Eingriff im Januar haben wir die furchtbare Diagnose bekommen: P. hat Krebs! Im während der Operation entfernten Gewebes wurde ein Karzinom gefunden! (Zum Glück, können wir im Nachhinein sagen.) Um sicher zu sein, dass keine weiteren Karzinome vorhanden sind, wurden Ende Februar in einer über 2-stündigen Operation Gebärmutter, Eierstöcke und etwa die Hälfte der Lymphknoten entfernt. Der Befund war noch schlimmer als beim ersten Mal und niederschmetternd: in einem der entfernten Lymphknoten wurde ein weiteres Karzinom, in der Gebärmutter wurden weitere Krebszellen gefunden.

Plötzlich stand unser Leben kopf!

Im März dann die erste gute Nachricht: die PET-CT-Untersuchung hat gezeigt, dass im makroskopischen (sprich: sichtbaren) Bereich kein Krebs mehr vorhanden ist!

Nach vier Wochen Abheilung und zwei Wochen Vorbereitung hat Anfang April die Therapie angefangen. Mit Bestrahlung (5x pro Woche, ambulant) und Chemo (1x pro Woche, 1-2 Tage stationär) wurden allfällig noch vorhandene, mikroskopisch kleine Krebszellen bekämpft. Eine besonders schwere Zeit: P. war permanent sehr müde, litt fortdauernd unter Übelkeit und Erbrechen und war auch psychisch stark angeschlagen. Aber sie hat tapfer durchgehalten!

Am 13. Mai erfolgte die letzte Chemo-Infusion, am 19. die letzte Bestrahlung – die belastende Bestrahlungs-/Chemo-Therapie war endlich zu Ende!

Nun läuft eine rund zweimonatige Rekonvaleszenz. Ab Juli wird P. das Arbeitspensum Schritt für Schritt erhöhen können. Und dann ist hoffentlich diese kraftraubende, lange Zeit zu Ende!

Heute, im Juni 2014, können wir mit einer grossen Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass P. geheilt ist. Wir werden es aber nie wissen und lernen müssen, mit dieser Ungewissheit zu leben. Im Oktober wird sie eine weitere PET-CT-Untersuchung machen lassen, damit wir zumindest sicher sein können, dass sich nicht wieder Karzinome gebildet haben. Künftig wird sie sich auch 2-3 Mal jährlich untersuchen lassen, um Auffälliges rechtzeitig zu entdecken. Diese Untersuchungen werden uns weitere Sicherheit geben und uns unterstützen in der Überzeugung, dass P. geheilt ist.

Die vergangenen Monate waren für uns alle sehr belastend – für P. ganz besonders. Diese Zeit aber hat auch gute Seiten, wie alles im Leben: Die Anteilnahme in ganz unterschiedlichen Formen hat uns in all den Wochen gefreut, in schweren Tagen getragen und tief berührt: P. erhielt Blumen sowie SMS, Mails und Karten mit herzlichen Texten, die uns immer wieder zu Tränen rührten und P. viel Kraft gaben, sie zum Durchhalten motivierten. Immer wieder kamen Freundinnen und Freunde vorbei; sei es zum Schwatzen, oder um uns vorgekochtes Essen zu bringen. Wieder andere drückten ihr Mitgefühl in einer überwältigenden Aktion in den sozialen Netzwerken aus. Last but not at least: P.s Schwestern, P.s Mutter und unsere Neffen begleiteten uns in dieser schweren Zeit und halfen uns so, diese schwere Zeit besser zu ertragen .

Vielen, lieben Dank an Euch alle, die an uns gedacht haben, uns aufgemuntert oder uns tatkräftig unterstützt haben. Ohne Euch wäre diese Zeit für uns noch unerträglicher gewesen, als sie es sowieso schon war!


Wer mehr über unsere Geschichte lesen will, findet hier die Blogposts der vergangenen Wochen und Monate .

Es ist Krebs! – Die Bestrahlungs-/Chemo-Therapie beginnt

Knapp sechs Wochen sind nun seit der Operation vergangen. Die Freude darüber, dass die post-operativen Schmerzen mittlerweile fast ganz verschwunden sind, mischt sich in diesen Tagen mit dem Gefühl der Ungewissheit: Wie wird die Bestrahlungs-/Chemo-Therapie sein? Wie wird P. sie verkraften? Wie wird unser Alltag in den kommenden sechs Wochen aussehen?

Montag, 7. April 2014

Heute geht’s los. Die kommenden sechs Wochen ist unser Leben verplant: Montag bis Freitag tägliches Bestrahlen, am ersten Montag und an den Dienstagen der nachfolgenden Wochen Chemo-Therapie, am Chemo-Tag und ein bis zwei Tage danach stationärer Aufenthalt im Triemli (abhängig von P.s Befinden), wöchentlich eine zusätzliche ärztliche Untersuchung. Ohne die Terminliste vom Triemli wären wir aufgeschmissen.

Ambivalente Gefühle bei uns: Zum einen freuen wir uns auf die Therapie, jetzt geht’s dem Krebs an den Kragen. Zum anderen sind wir sehr angespannt, denn es liegen sechs harten Wochen vor uns., das wissen wir. Was wir aber nicht wissen, wie diese aussehen, wie wir diese erleben, wie wir diese verkraften werden.

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