Bundesrat Moritz Leuenberger blogexperimentiert

Sapperlot! Unser Minister für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation, Bundesrat Moritz Leuenberger, hat heute ein Blog gestartet.

In seinem Er�ffnungsbeitrag deklariert er das Blog (auch) als Experiment:

Ich habe mich schon einige Male über Blogs geäussert, jedoch nie in einem Blog. Als Kommunikationsminister interessiert mich, ob sich ein Blog für den Meinungsaustausch eines Bundesrates mit anderen Menschen eignet oder nicht.

Ich finde diesen Versuch erw�hnenswert, weil

  • … er auch von „Lasst es uns einfach mal versuchen und dabei vieles lernen“ geprägt zu sein scheint (ohne die Vorbereitungen im Hintergrund zu kennen),
  • … er deshalb atypisch für uns Schweizer ist (wir neigen in der Regel ja eher dazu, uns 10 Mal abzusichern, bevor wir etwas versuchen),
  • … er (für mich) ein Symbol dafür ist, dass unsere Politik sich Neuem anscheinend doch nicht so verschliesst, wie ich bisher befürchtet habe,

Wie sich das Blog im Speziellen und die neue Kommunikation mit „uns Bürgerinnen und Bürgern“ im Allgemeinen entwickeln wird? Keine Ahnung. Aber ich freue mich darauf, die Sache wohlwollend (*) zu verfolgen.

(*) Andere werden es auch verfolgen. Einige davon ganz bestimmt – und leider – so, wie wir das von anderen Neustart-Blogs kennen: „Ihr glaubt doch nicht wirklich, dass der das selber schreibt!?“ oder „Der will uns doch nur für dumm verkaufen!“. Lasst uns doch einfach auch mal ganz offen und unvoreingenommen sein!

73%? Nein mehr, nämlich 73%!

Bekanntlich haben 13 von 100 Mühe mit dem Prozentrechnen – das sind erschreckende und unglaubliche 17%!

Mindestens eine(r) davon scheint beim Schweizer Teletext zu arbeiten:

Nicht 73% der Briten finden Bush’s Irak-Politik falsch. Nein mehr – sogar 73%!

Ich bin sicher, dass immer mehr Menschen die Irak-Politik ablehnen. Ich wage die Prognose: der Wert wird weiter ansteigen, sogar auf 73%. :-)

Financial Times Deutschland: Die mächtigsten Frauen in Europas Wirtschaft

Nachdem die Financial Times Deutschland bereits die kommentierte Bilderserie über die mächtigsten Frauen der Welt veröffentlicht hat,

folgt nur der Bericht über die mächtigsten Frauen in Europas Wirtschaft.

Auf Platz 7 steht Heliane Canepa, die seit 2001 als CEO den schweizerisch-schwedischen Zahnimplantathersteller Nobel Biocare leitet. Sie sagt:

Das Leben ist zu kurz, um eine Arbeit zu machen, die einem nicht gefällt.

Was mir auffällt: der Anteil der Wirtschaftsführerinnen in dieser Liste, die Unternehmen aus südeuropäischen Ländern leiten, ist sehr bescheiden.

Werte schaffen, nicht Geld verdienen

Martin Roell, ein gefragter Berater rund um die Unternehmenskommunikation, erklärt mit einem realen Beispiel aus seinem Alltag, warum es für Berater aus seiner Erfahrung durchaus Sinn macht, keine fix festgelegten Honorare zu haben.

[…] Hätte ich meinen alten Standard-Tagessatz hier genannt, hätte es […] wahrscheinlich keinen Abschluss gegeben.

Das wäre schade gewesen, denn ich glaube, dass wir hier zusammenarbeiten können! Damit wir das aber tun können, müssen wir uns vom dem Konzept von „Kosten“ eines Seminars und dem Tagessatz lösen und darüber nachdenken, was eigentlich erreicht werden soll: wo eigentlich der Wert in diesem Seminar – für die Teilnehmer und für den Veranstalter – liegt.

Das ist natürlich riskant, denn in diesen Überlegungen könnte herauskommen, dass das Seminar gar nicht sinnvoll ist! Ich, als der für das Seminar angefragte Referent, stünde dann ohne Seminar da. Ich hätte mich selber aus dem Geschäft geschossen! […]

Auf den zweiten Blick aber ist es eine Investition in die Klientenbeziehung. Ich hätte dem Klienten geholfen, eine bessere Entscheidung zu treffen. Vermutlich könnten wir nun ziemlich gut darüber sprechen, wie wir zusammen arbeiten können. Das, was daraus entsteht, ist vermutlich wertvoller, als ein Standard-Tagessatz.

Ich habe Pros und Cons von fixen Honoraren gegeneinander abgewogen. Und bin zum Schluss gekommen, dass ich mit fixen (und offen publizierten) Honoraren arbeiten will.

Martins Gedanken (hier sein vollständiger Artikel) regen mich nun an, meine Honorarpolitik zu überdenken … Danke, Martin :-)

Vielleicht haben Sie weitere Aspekte aus Ihrem eigenen Umgang mit Beraterhonoraren? Dann freue ich mich auf Ihre Erfahrungen in einem Kommentar!