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Eigenverantwortung

Einen interessanten (und knackig geschriebenen) Artikel von Tania Konnerth habe ich in einem der Blogs – Das Leben in die Hand nehmen – von Zeit zu leben.

Darin geht Tania Konnerth der Frage nach, was es heisst, sein Leben in die Hand zu nehmen. Wer die Vernantwortung für sich und sein Leben übernimmt, eigenverantwortlich handelt und denkt ist auf einem guten Weg.

Denn

Eigenverantwortliche Menschen

  • konzentrieren sich auf und nutzen die Möglichkeiten, die sie haben,
  • übernehmen Mitverantwortung für das System, in dem sie sich bewegen,
  • fragen nicht nach Schuld und erfinden keine Ausreden, damit sie nicht Schuld sein müssen,
  • handeln mehr und jammern selten,
  • kennen und verschieben ihre Grenzen,
  • und suchen sich Hilfe und Unterstützung, wenn es notwendig ist.

Ich hätt’s genau so geschrieben (wenn ich denn so prägnant formulieren könnte)!

Was Manager von Dirigenten lernen können

Christian Gansch ist Querdenker, Dirigent, Manager, Produzent und mehrfacher Grammy-Preisträger. Und Autor des Buchs Vom Solo zur Sinfonie. Was Unternehmen von Orchestern lernen können.

Im Interview mit Hannes Treichl erklärt er anhand des Orchesteralltags, wie ein Unternehmen effektiv und erfolgreich geführt werden kann.

Zwei Passagen, die mir besonders gut gefallen:

Ein Orchester ist ein Paradebeispiel dafür, dass 100 individualistische Spitzenkräfte effizient und erfolgreich zusammenarbeiten können, wenn es ein interaktives, lebendiges Wechselspiel zwischen allen Beteiligten, die ein gemeinsames Ziel definiert haben, gibt.

und

Erfolgreich miteinander Musizieren ist ein kontinuierliches und vor allem abteilungsübergreifendes Wechselspiel aller Kräfte.

Business Querdenker im Interview: Christian Gansch

IQ-Tests – Im Irrgarten der Intelligenz

Der Münchner Schriftsteller Hans Magnus Enzensberger blickt in der Online-NZZ kritisch auf die Geschichte und die Gegenwart der Intelligenztests.

Von Alfred Binet (“ein Herr mit beachtlichem Schnurr- und Backenbart”), der Ende des 19. Jahrhunderts an der Sorbonne die ersten Untersuchungen von “schwierigen” Schülern vornahm. Über den deutschen Psychologen William Stern, der 1912 den Intelligenzquotienten erfand und amerikanischen Militärs ermöglichte, ihre Rekruten “richtig” einzusetzen. Bis hin zum Neuseeländischer James R. Flynn, dessen Studien 1987 dazu führten, dass sich Experten über die Hintergründe der Verbesserung des IQs Gedanken machten (“Bessere Ernährung? Vergrösserung des Schädeldaches?”).

Was ist Intelligenz? Lässt sich Intelligenz messen? Oder ist Intelligenz nur das, was Intelligenztests testen?

Im Irrgarten der Intelligenz – Über den getesteten Verstand und den Unverstand des Testens

Das Eva-Prinzip als Beispiel: “Entweder oder” vs. “Sowohl als auch”

Leserinnen und Leser meines JobBlogs wissen: Ich bin ein Anhänger von “Sowohl als auch”. In den allermeisten Fällen bietet diese Denkhaltung die viel grössere Chance, eine tragfähige Lösung zu finden. Das hat nichts mit “Wischi-waschi” oder “Schmusekurs” zu tun. Vielmehr folge ich dabei dem Grundgedanken, dass alles seine guten wie auch seine schlechten Seiten hat. Oder wie es William Shakespeare viel eleganter formuliert hat: “There is nothing either good or bad but thinking makes it so.” (Nichts ist weder gut noch böse, das Denken erst macht es dazu).

Der Kommunikationsberater Marcus Knill analysiert in der Online-Zeitschrift Persönlich das Thema anhand des umstrittenen und viel diskutierten Buchs von Eva Hermann Das Eva-Prinzip.

Sein Fazit:

Die endlosen Diskussionen – auch das umstrittene Buch selbst – sind eigentlich höchst überflüssig. Schon Friedrich der Grosse fand die Lösung des Problems: Ein jeder soll nach seiner Fasson selig werden.”
Alle Extreme sind fragwürdig: bei religiösen Gesinnungen, bei Erziehungsmethoden, bei Genussmitteln, bei Medikamenten, auch bei allen gesellschaftspolitischen Forderungen.

Von der “Entweder-Oder”- zur “Sowohl-Als Auch”-Rhetorik, der Artikel von Marcus Knill. Leseempfehlung!

Mitarbeiter sind das wichtigstes Kapital! Alles nur bla bla?

Das Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen PriceWaterhouseCoopers hat kürzlich die “Key Trends in Human Capital 2006″ publiziert. Darin wird der Klassiker unzähliger Unternehmensleitbilder – “Mitarbeiter sind unser wichtigstes Kapital” – als Worthülse entlarvt.

Urs Klingler, Leiter HR-Management der PWC Schweiz, zeigt als Verantwortlicher für die Studie auf, dass zwar Verwaltungsräte, Geschäftsleiter sowie Finanz- und Personalleiter immer häufiger erkennen würden, dass Mitarbeiter der grösste zu beeinflussende Einzelfaktor seien. Es sei diesen Personen aber nach wie vor überhaupt nicht bewusst, welchen Anteil die Mitarbeitenden am Unternehmenserfolg hätten. Die Schweiz sei in diesem Bereich noch immer ein Entwicklungsland.

PriceWaterhouseCoopers, Wichtige Trends des Humankapitals, Eine globale Perspektive, 2006:

Die Ergebnisse zeigen Herausforderungen für die Unternehmen auf, die der zunehmend dynamischere und stark wettbewerbsorientierte globale Markt mit sich bringt.

  • Wie wirken sich zunehmende Fremdbeschaffung (Outsourcing) und das Verlegen von lohnintensiver Fertigung in Niedriglohnländer
    (Offshoring) aus?
  • Wie steht es um effektive Humankapitalstrategien zur Förderung der Produktivität und Leistungsfähigkeit?
  • Wo stehen die Unternehmen in Bezug auf Talentmanagement und Führungsqualität?
  • Welchen Einfluss auf die Leistungserbringung haben Work-Life-Balance-Initiativen sowie Aus- und Weiterbildung?

Mit dieser Studie erhalten Sie branchenübergreifende Informationen zu Wertschöpfung, Produktivität, Engagement und Humankapitalverhalten im Quervergleich.

Denkanstoss pur!

Hier geht’s direkt zur Studie (pdf-Datei)