Das iPad von Apple wird floppen! Die Begründung.

Ich habe mich bekanntlich vor ein paar Tagen etwas weit, sehr weit aus dem Fenster gelehnt und in einer kecken These festgehalten: „Das iPad von Apple wird floppen!“

Eine solche These aufzustellen (gar mit der Absicht, Google-Besucher auf seinen Blog zu locken?) ist einfach. Drum liefere ich nun gerne meine Überlegungen nach und nenne die Gründe, weshalb das iPad – aufgrund meiner ganz persönlichen Einschätzung – kein Erfolg werden wird:

  • Grundsätzlich macht ein TabletPC im Stil des iPad nur dann Sinn, wenn ich unterwegs bin und arbeiten oder „irgendetwas machen will“.
  • Weder im Büro noch zu Hause würde ich damit arbeiten wollen, weil die Nachteile gegenüber (m)einem MacBook zu gross wären: „richtig“ schreiben kann ich nur mit einer „richtigen“ Tastatur; ich will kann auf Anwendungen vom freien Markt nicht verzichten; wenn ich etwas ausdrucken will: müsste ich es mir dazu aufs MacBook mailen? usw.
  • Wer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, wird sich sinnvollerweise für die G3-Variante entscheiden. Und dann nutzt er/sie das iPad als eReader? Viel Vergnügen, das Ding wiegt 730g! Als iPod? Das kann das viel kleinere/leichtere iPhone genauso gut! Und wie hält er/sie dann das 249x190mm grosse iPad? Leicht gekippt auf den Beinen liegend und damit für alle im Zugsabteil einsehbar? (Damit wäre wohl die Photo-App schon mal zum Pausieren verdammt.)
  • Wenn ich mich dann für eine Art des Haltens entschieden habe: wie bediene ich es dann? Wenn ich es im Querformat hielte *, würden selbst meine Daumen nicht reichen (glaub mir: ich habe grosse Hände!), um gewisse Gesten zu machen (ich habe aber @Mpolzin von Brack allerdings vorgeschlagen, aufsteckbare Daumenverlängerungen ins Sortiment aufzunehmen). Also bleibt nur: mit einer Hand halten, mit der anderen bedienen (da ist der iTennisarm nur eine Frage der Zeit)! Und beim so erzwungen, einhändigen Tippen würden sogar die bescheidenen 140 Zeichen bei Twitter im Laufe der Bahnfahrt zur ergonomischen Herausforderung). Und im Hochformat? Würde ich da das iPad gegen meinen Magen drücken und es ebenfalls mit der freien Hand bedienen? Mein Nacken würde sich freuen!

    (*) so halte ich das iPhone im Querformat:

Ich bin mir bewusst, dass Apple alles Menschenmögliche tun wird, um mich Lügen zu strafen und das iPad weiterentwickeln will und zum Verkaufsschlager prügeln wird. Damit müsste ich dann halt leben, für einmal mit einer Prognose falsch gelegen zu haben ;-)

Hinweis: Weitere Pros und Contras gibt es drüben beim Apfelblog. (Wo übrigens unter den Kommentierenden – auch mir ;-) – ein iPad verlost wird!)

32 Antworten auf „Das iPad von Apple wird floppen! Die Begründung.“

  1. Hui, du machst dir da aber richtig Sorgen. Ich freue mich riesig auf das Ding und kann es tatsächlich kaum erwarten, mir so eins zu posten. Es wird richtig erfrischend sein, auf einer so grossen Fläche zu „touchen“. Aber eben, so gehen die Meinungen auseinander.

  2. Ich bin auch noch skeptisch. Und ich bin sicher kein Apple-Experte (wenn auch überzeugter Nutzer), aber für mich gibt es da doch einige technische Unzulänglichkeiten, die für mich das iPad erstmal zum No-No machen: z.B. die Schwäche (die auch das iPhone hat, die beim iPad imho aber noch schwerwiegender ausfällt), dass nicht mehrere Programme nebeneinander laufen können. Ich habe auf meinem Rechner immer mindestens neun Programme gleichzeitig laufen (Browser, iTunes, Skype, 2x Twitter, Photoshop usw.) und möchte das auch auf dem iPad können.

    Dazu kommt, dass das Gerät meines Wissens nach ja keine USB-Port hat, oder? Das ist für mich auch ein Killerargument. Ich gehe aber davon aus, dass in einer zweiten Version einige Schwächen behoben werden. Was ja eine bekannte, aber trotzdem komische Taktik ist, die Apple da fährt. Grundsätzlich bin ich aber schon der Meinung, dass es erst Apple ist, die wirklich Schwung in den eReader/Tablet-Markt bringen.

  3. Ich seh schon, du hast dich viel intensiver mit dem Teil auseinandergesetzt als ich. Ich suche noch immer jemand der mir erklären kann was ich mit so einem Teil soll wenn bereits ein MacBook und ein iPhone vorhanden ist.

    Aber eine andere Frage zum iPad: Alle sagen dem Ding entweder den Tod oder ein riesiges Starpotential voraus weil der Anwender hier, der Anwender da. Aber hat sich schon jemals jemand Gedanke darüber gedacht das das Teil in der Industrie vielleicht ziemlich gute Einsatzmöglichkeiten hätte?

  4. Ich habe schon beim ersten Punkt aufgehört zu lesen, denn da ist die Crux an der Geschichte. Das Macbook ist zum Arbeiten, die Netbooks sind zum Arbeiten, die PCs und iMacs sind zum arbeiten, aber NICHT das iPad. Die Blogger und Internetaktiven Leute vergessen immer, dass wahrscheinlich 95% der Leute einen PC nur für 3 Dinge brauchen: Surfen, E-Mails, und noch was (wahlweise Youtube, Gamen, Notizen verwalten).

    Weisst Du, wieviele 45+ Jahre alte Leute sich das Ding kaufen werden? Ne Menge, da wette ich meinen Fiat 500 darauf. Grund: Es funktioniert, ist einfach zu bedienen, und das was es macht macht es sehr gut!

    Und noch was. Wieso denken alle, dass Apple ein Produkt vorstellen würde, dass den Laptop ersetzt? Wäre ja das Dümmste, dann würde niemand mehr ein Macbook kaufen. Es ging darum, eine NEUE Kategorie einzuführen, wo die Leute ZUSÄTZLICH kaufen würden. Ich nenne das „Couch- und Bettsurfen“! Und dieses Potential ist gewaltig WENN es nicht zu teuer ist! Das all ihr Blogger nie diese Zusammenhänge seht, erstaunt mich schon!

    Ich muss schon über all die Leute schmunzeln wo sagen „was kann den das mehr als iPhone und Macbook“ und dieses Gerät dann das erste mal bei einem Bekannten sehen und denken:

    Mhhhh……. schnell surfen, youtube, mailen, games, tv gucken (Zattoo), Social Networking und das ohne den Laptop hochzufahren und das warme Ding auf meine Knie zu legen? Und viel grösser und schneller als als dies auf dem iPhone? Mhhh, leider habe ich jetzt überall geschrieben dass ich es nicht kaufen will….. dann kaufe ich halt einen HP Slate und erzähle, dass es viel besser ist als ein iPad! :D

  5. @dworni: Du kennst mich – wenn ich mir echte Sorgen machte, würde das anders klingen. ;-)

    @Mmmatze: Ich bin mit Dir in allen Punkten einig. Ausser beim Thema Multitasking: das sind wir Menschen (oder zumindets wir Männer) das Handicap. Oder bedienst Du gleichzeitig 2x Twitter, Skype, iTunes … Multitasking muss ein Gerät für mich nicht unbedingt können, wenn es so schnell ist, dass ein Applikationswechsel zeitlich irrelevant ist.

    @rouge: Ein interessanter Ansatz, den ich in der Praxis Industrie mal verfolgen werde.

    @Raph: Du hättest besser nicht beim ersten Punkt mit dem Lesen aufgehört. Dann wärst Du beispielsweise gemerkt, dass ich nirgends davon gesprochen habe, dass das iPad die Notebooks ersetzen soll/darf/muss. Und dann hättest nicht mit wenig Differenzierung Dinge wie „Wieso denken alle […]“ und „Das all ihr Blogger nie diese Zusammenhänge seht, erstaunt mich schon!“ Und bist Du sicher, dass Du bei „45+“ und „[…] youtube, mailen, games, tv gucken (Zattoo) […] “ nichts durcheinander bringst? Ich kenne diese Alterskategorie einigermassen gut – ich bin (noch für 2 Tage) 49 ;-) Und noch was … „Es funktioniert, ist einfach zu bedienen, und das was es macht macht es sehr gut!“ – woher weisst Du das?

  6. Also, das Problem mit dem Multitasking, so wie ich es auf dem iPhone habe ist, dass es a) sehr langsam ist. Ich bin in der Tat mittlerweile recht schnell (vielleicht sogar unmännlich schnell!) im Wechseln zwischen Programmen: z.B. wenn ich Links in Skype kopiere oder einen Text aus dem Browser in den Twitter-Client kopiere. Da ist das iPhone zu langsam (und mehrere Programme gleichzeitig laufen zu haben, geht, das zeigen andere Smartphones). Dazu kommt, dass b) z.B. im Safari die Seiten bei jedem Öffnen neu geladen werden müssen. Was das Wechseln zwischen Programmen zusätzlich verlangsamt.

    Was mich daran halt ärgert ist, dass es technisch möglich, trotzdem von Apple aber nicht angeboten wird.

  7. Ja ja, immer wird man grad auf „wenig differenziert“ angefaucht, wenn man mal einen etwas pointierten Kommentar abgibt. Okay, ich ersetze „alle“ mit „viele“

    Kurze Stellungsnahme zum Rest:

    1. Mit 45+ muss ich wohl präzisieren. Ich meinte mit 45+ die keine Blogs schreiben. Oder genauer gesagt, Leute wie meine Mami, Papi, Onkel und Oma, oder die Mamis und Papis all meiner Freunde :)

    2. Ich glaube nicht, dass ich was durcheinanderbringe mit 45+ und Youtube. Meine Mutter weiss nicht wie man im Word ein Wort kursiv macht, aber Youtube Videos sind täglich im Gebrauch. Gamen vielleicht nicht, okay, streiche ich wieder aus meinem Kommentar.

    3. Woher weiss ich das es schnell ist? Gib mal „hands on ipad“ auf Youtube ein….. dann bist du vielleicht auch erstaunt, wie schnelll das Ding z.b. bei den Photos ist. Einfach Null ruckeln…..mein PC kann nicht so schnell durch Photos „flickern“, aber klar, könnte ja eine Verschwörung sein und Apple verkauft nachher ein viel langsameres Produkt als an den Journalisten vorgeführt….. ;). Schon lustig, dass du mich fragst woher ich es weiss, selber aber………ähm, ach lassen wir das! Auf jeden Fall bin ich nach diesem „Hands on Video“ von Nicht-kaufen auch Kaufen geswitcht.

    4. Schon klar hast du nichts von Macbook ersetzen geschrieben. Aber wenn du schreibst, die Nachteile gegenüber Macbook sind zu gross, dann impliziert ja das, wenn es gar keine Nachteile hätte, würde man ja kein Macbook mehr brauchen…. so schwer zu verstehen ist das glaube ich nicht, oder?

    5. Ich bin sicher, dass es ein Erfolg wird………… du hast ja meine E-Mail Adresse. Vielleicht mailen wir in 2 Jahren nochmals?

  8. @Marcel
    100% einverstanden :)

    @rouge
    Genau, ich behaupte auch, dass der iPad seine Anwendungsmöglichkeiten eher im beruflichen Umfeld finden könnte: Als Bestellaufnahmegerät für Kellner, als cooles Arbeitsgerät für Kuriere, etc. Aber dazu brauchts entsprechende Spezialsoftware, zugeschnitten auf die einzelne Firma. Und genau das ist bei kleinen Firmen (noch) das Problem. Die bringen nämlich ihre Software nicht auf das Gerät.

  9. @sprain
    Wieso bringen kleine Firmen die Software nicht auf das Gerät? Mit der AdHoc Verteilung kann jede noch so kleine Firma die Software direkt auf bis zu 50 iPhones installieren. Sollten es mehr wie 50 Installationen sein wird wohl die Jahresgebühr von 299$ nicht wirklich eine Einstiegshürde sein.

  10. Ich glaube, das iPad ist tatsächlich nicht für jeden das perfekte Gadget. Aber ganz bestimmt ist der Markt gross genug dafür, dass es kein Flop werden wird. Auch mich juckt es bereits in den Fingern..
    Ich lese Twitter aktuell nur auf dem iPhone, auch wenn ich neben dem aufgeklappten MacBook sitze. Das iPad wird zu Hause mein Twitterterminal der Wahl werden. Und im Gegensatz zum iPhone muss ich dank des grösseren Bildschirms nicht mehr so viele Links bookmarken.
    Bettsurfen. Ach, herrlich.
    Filme gucken im Bett. Yeah!
    Das iPad wird mich bestimmt auch das eine oder andere Mal in die Ferien begleiten (und dort u.a. als Foto-Backup dienen).
    Oh, und es ist ein Bookreader. Kein perfekter, aber ein guter.
    Fazit: Ohne iPhone und MacBook könnt ich wohl nicht mehr. Auf das iPad könnte ich zwar verzichten, aber will es nicht. Ein Luxus-Artikel, den nich mir leisten möchte. Cool, ich freue mich!

  11. @puyol5: Ich kann mir das alles so vorstellen, wie Du das schreibst. Auch dass es ein cooles Gerät ist. Ob’s allerdings reicht, um über längere Zeit ein (kommerzieller) Erfolg zu bleiben?

  12. @Marcel Die Frage ist, wie man Flop und Erfolg definiert. Es erwartet ja wohl niemand, dass sich das iPad auch nur annähernd so gut verkauft wie das iPhone.

  13. Ha ha, ha ha, ha ha………….. obwohl, eigentlich ist ja dein Kommentar zum heulen!

    Egal, traffic hats Dir sicher gebracht!

  14. Du hast ja devintiv keine ahnung!
    Ich habe das ipad von anfang an und bin sehr zufrieden damit!
    Mann kann mit der hülle es perfekt so legen dass man sehr gut schrieben kann.
    Ich kann mit der ipad tastatur schneller schreiben als auf einer normalen tastatur!
    Ich weiss nicht wieso du auf eine solche idee kommst und schreibst das ipad wird floppen!
    Du bist wirklich ein noob!

  15. Hihi, Marcel ist ein n00b! :D – Jetzt mal ernsthaft: Wie würdest du denn jetzt Fazit ziehen, mit Blick auf deine Einschätzung von damals? Ich war ja ähnlich skeptische wie du, ich würde eingestehen, dass ich falsch lag.

    1. @Mmmatze:
      Ich habe ja Mitte Jahr eines gekauft, damit ich meine These in der Praxis überprüfen kann. Ergebnis: meine theoretischen Überlegungen haben sich bestätigt – zumindest was meinen eigenen «Lebensstil» betrifft.

      Ich würde heute folgendes (Zwischen-)Fazit ziehen: Das iPad ist in erster Linie ein Gerät, mit dem ich Informationen aufnehmen (= lesen), aber nur sehr eingeschränkt eines, mit dem ich diese bearbeiten (= schreiben) kann. Also ein tolles Konsumationsgerät und zu empfehlen für Menschen, die viel mit dem ÖV unterwegs sind. Für mich (der mit Auto zur Arbeit und zu Kunden fährt und der viel schreibt und deshalb einem MacBook den Vorzug gibt) ist das iPad definitiv nichts. Die Tagesanzeiger-App auf dem iPad (bestechend in Design und Usability) vermisse ich allerdings heute noch ab und zu!

      P.S. In mienem Alter kann man „Noob“ auch als Kompliment nehmen ;-)

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