Auf Jo’s Jobwelt (Jochen Mai ist Redakteur bei der deutschen WirtschaftsWoche) habe ich diesen Artikel entdeckt.

Auszüge zum Thema Salär:

  • „ältere arbeitnehmer sollen weniger geld fordern, um ihre jobchancen zu steigern.“
  • „ich finde, dass die höhe des salärs und physisches alter nichts gemein haben.“
  • „gehalt ist die folge von leistung. ausschliesslich.“
  • „wer viel leistet, kann viel fordern – egal, wie alt er ist. wer wenig leistet, kann nicht deswegen viel fordern, weil er in der vergangenheit beachtliches geleistet hat.“


Auszüge zum Thema Leistungsfähigkeit:

  • [der ältere] „wird häufiger krank, lernt langsamer, arbeitet langsamer, ist immobil, unflexibel, weniger belastbar.“
  • „man selbst sieht das natürlich anders, die ansprüche steigen, man sucht mehr lebensqualität, auch mehr anerkennung für das geleistete.“
  • „einkommen steigt nicht zwangsläufig linear. dafür gibt es keinen grund – ausser eben, das korreliert mit der individuellen leistung (und produktivität).“
  • „aber bequemlichkeit und besitzstandswahrung waren noch nie motoren für innovation und wohlstand.“

Gewagt, sehr gewagt!

Auch wenn es immer wieder gepredigt wird und als (nach wie vor) modern gilt: die leistungsorientierte Entlöhnung ist meines Erachtens ein Nonsens, weil der Gedanke einen Schritt zu wenig weit geht. Es ist nicht nur die Leistung der Mitarbeitenden, die für den Erfolg einer Organisation massgebend ist, sondern auch die Wirkung! Leistung bezieht sich auf die Effizienz („Die Dinge richtig tun“), Wirkung bezieht sich auf die Effektivität („Die richtigen Dinge tun“).

Das „Modell“ von Jochen Mai bezieht aber sich ausschliesslich auf die Leistung, auf die Effizienz.

Was aber ist mir det Wirksamkeit, mir der Effektivität? Und da sind die Älteren den Jüngeren häufig überlegen, weil hier ein Faktor zum Tragen kommen, den Jochen Mai in seiner Überlegung gänzlich ausblendet: die Erfahrung.

Schlussfolgerung (einmal mehr): Sowohl als auch!

Es sind nicht die Jungen allein – genauso wenig die Alten. Auf die Mischung kommt es an!

(Ach ja, noch was: Die Folgerung Jochen Mais, dass es vielen „Alten“ um die Besitzstandwahrung geht, ist schon fast ein Hohn!)

About Marcel Widmer

Hallo, ich bin Marcel Widmer, Baujahr 1960 und lebe mit meiner Familie in der Schweiz am Zürichsee. Ich bin selbstständiger Job-Coach, Personalberater und Trainer, Ehemann und stolzer Vater einer Tochter sowie gesellschaftlich engagierter Mensch. Seit Dezember 2004 publiziere ich persönlich und authentisch – in diesem Blog wie auch in Fach- und Experten-Weblogs wie im JobBlog.