Zählen Sie alle Rot – Lang lebe die Volksdummheit :-(

Eine provokative Formulierung, ich weiss. Solange sich aber noch immer Menschen finden, die bei solchen „Quiz-Sendungen“ mitmachen (und in der Folge solche Sendungen für den Produzenten lukrativ sind) …

… darf man getrost von Volksdummheit sprechen? Und der Erfolg solcher TV-Sendungen sind ein Gradmesser dafür.

(via Jans Technik Blog)

Lehrstellenbörse: Die Startrampe für einen geglückten Start ins Berufsleben?

Die Arbeitsmarktsituation hat sich in den letzten 12 Monaten massiv verbessert hat und die Arbeitslosenquote ist mittlerweile auf 2.5% gesunken. Auch wenn sich die Situation bei den Lehrstellen ebenfalls verbessert hat – sie bleibt angespannt:

(Quelle: teletext.ch)

Ich habe das Glück, berufsbedingt immer wieder auf Menschen zu treffen, denen seinerzeit der Start ins Berufsleben gelungen ist. Sie haben durch gute schulische Leistungen und im persönlichen Gespräch überzeugt und so den erhofften Lehrvertrag bekommen.

Ich kenne aber auch junge Menschen, denen eben dieses Quentchen Glück gefehlt hat und denen der Berufseinstieg damals (oder bis heute) nicht geglückt ist. Und deshalb weiss ich sehr genau, welcher massive Einschnitt in das Leben dieser missglückte (oder gar verhinderte) Start ist.

Und genau hier setzt die Arbeit des Vereins Lehrstellenbörse an …

Gegründet wurde die Lehrstellenbörse im Oktober 2003 von 6 Studenten der Hochschule St. Gallen. Ziel war und ist es, die Situation um die Vermittlung von Lehrstellen zu verbessern und die Kommunikation zwischen Unternehmen und Lehrstellensuchenden fördern bzw. vereinfachen.

Der Unternehmer und ehemalige Nationalrat Peter Weigelt ist Präsident des Unterstützungskomitees sagt über die Lehrstellenbörse:

Die Lehrstellenbörse ist eine junge Initiative, die unsere Unterstützung verdient. Denn Selbsthilfekonzepte sind für mich mehr als eine wertvolle Hilfestellung für Betroffene. Die Plattform www.lehrstellenboerse.ch ist vor allem auch Ausdruck von persönlichem Engagement und dem Willen, erkannte Probleme tatkräftig und eigenverantwortlich anzugehen. Ich hoffe, dass die Lehrstellenbörse in Wirtschaft und Gewerbe, aber auch bei der öffentlichen Hand breite Unterstützung findet. Die Lehrstellensuchenden werden dafür dankbar sein.

Mein Aufruf und Bitte an Sie:

  • Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit, um das Portal der Lehrstellenbörse kennen zu lernen.
  • Lesen Sie dabei auch den Jahresbericht 2006 des Geschäftsführers. Er vermittelt sehr klar, wo der Verein in nächster Zeit noch Unterstützung – unsere Unterstützung! – brauchen kann.
  • Machen Sie sich Gedanken, wie Sie hier einen Beitrag leisten können, um die Chancen für einen geglückten Berufseinstieg junger Menschen zu verbessern:
    • sei es als Unternehmer/in, indem Sie zusätzliche Lehrstellen schaffen oder sich als Partner oder Sponsor der Lehrstellenbörse engagieren,
    • sei es als Personalverantwortliche/r, indem Sie auf der Lehrstellenbörse ihre Lehrstellen publizieren,
    • sei es als Medienvertreter/in oder Journalist/in, indem Sie über die Lehrstellenbörse berichten,
    • sei es als Blogger/in, indem Sie Ihr Blog dafür nutzen, die Lehrstellenbörse noch bekannter zu machen.

So können auch Sie dazu beitragen, dass die Lehrstellenbörse tatsächlich zu einem geglückten Start ins Berufsleben beitragen kann!

Ich selbst werde in meinem beruflichen Alltag die Lehrstellenbörse „im Auge behalten“ und in Kontakten mit Unternehmer/innen und Personalleiter/innen auf den Verein und die Plattform aufmerksam machen. Versprochen!

(Wer sich auch für die Funktionalitäten der Lehrstellenbörsen-Plattform interessiert, dem empfehle ich den Bericht von Roman Hanhart.)

Führerausweisentzug – lebenslänglich!

Dass der notorische Raser, der vor knapp 2 Jahren ein 14-jähriges Mädchen zu Tode gefahren hat, zu einer unbedingten Freiheitstrafe von neun Monaten verurteilt wurde (NZZ), ist ein endlich, endlich ein erster Schritt in die richtige Richtung (aber nur ein erster)!

Dass der Verband der Verkehrspsychologen findet, dass die Gerichtsgutachten für den Raser zu positiv ausgefallen sind und deshalb eine verbandsinterne Untersuchen starten will (Tages-Anzeiger), finde ich ebenfalls eine gute Sache.

Dass die Vorsitzende des Verkehrspsychologen-Verbandes zum Schluss kommt, dass die Justiz versagt habe und dem Raser schon vor diesem Fall ein 5-jähriges Fahrverbot hätte auferlegen müssen (Tages-Anzeiger), finde ich gut.

Nur geht mir das zu wenig weit. Denn:

  1. Wem schon mehrfach der Führerausweis wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen wurde (im konkreten Fall zwischen 1989 und 1999 bereits 6 (!) Mal, dem müsste der Führerausweis lebenslänglich entzogen werden.
  2. Genauso all jenen, die durch Rasen, Fahren mit Alkohol oder welches hirnlose Verhalten auch immer durch ihre Fahrweise Menschen das Leben rauben (und den Angehörigen das noch verbleibende Leben zur Hölle machen).
  3. Ein Auto ist in der Schweiz (und in vielen anderen Ländern) nicht existenziell notwendig. Wir haben beim öffentlichen Verkehr ein exzellent ausgebautes Netz.
  4. Wer aufgrund seines Wohnortes oder seines Berufs nicht ohne Auto auskommt … Tja, der müsste dann halt umziehen und/oder den Beruf wechseln.

Ist eigentlich das „Recht auf Autofahren“ eines der höchsten Rechte, nach denen wir uns richten wollen? Oder ist es gar klammheimlich in die Bundesverfassung aufgenommen worden?

Verdammt nochmal …!