Lesen ist Fernsehen im Kopf

Ania Dornheim, eine hervorragende, professionelle Texterin, berichtet in ihrem Blog Schreiben im Beruf aus ihrem Alltag:

In fast allen Texte, die wir überarbeiten durften, wimmelte es im Original nur so von negativen Aussagen und Verneinungen. Drei Beispiele:

  • Bei uns Mitglied zu werden ist gar nicht dumm …
  • Sie müssen nicht länger warten ….
  • Das Versenden der Unterlagen erfolgt nicht vor Donnerstag

Lesen ist Fernsehen im Kopf! Doch welche Bilder entstehen beim Lesen dieser Sätze?

Richtig: Der Leser stellt sich einen dummen Menschen vor, denkt an lange Warteschlange oder an verstaubte Unterlagen auf dem Schreibtisch. Der Grund: Das „nicht“ verschwindet beim bildhaften Lesen. Übrig bleibt nur die negative Aussage. Formulieren Sie deshalb wenn möglich positiv:

  • Clever ist, wer bei uns Mitglied wird
  • Schon bald liegt Ihnen … vor
  • Wir versenden die Unterlagen am Donnerstag

Das gilt, notabene, auch fürs Sprechen und Denken!

Veröffentlicht von

Marcel Widmer

Hallo, ich bin Marcel Widmer, Baujahr 1960 und lebe mit meiner Familie in der Schweiz am Zürichsee. Ich bin selbstständiger Job-Coach, Personalberater und Trainer, Ehemann und stolzer Vater einer Tochter sowie gesellschaftlich engagierter Mensch. Seit Dezember 2004 publiziere ich persönlich und authentisch – in diesem Blog wie auch in Fach- und Experten-Weblogs wie im JobBlog.

2 Gedanken zu „Lesen ist Fernsehen im Kopf“

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