Rund vier Monate sind seit dem letzten Blogpost vergangen. Vier Monate, in denen der Alltag bei uns fast vollständig seinen Platz wieder gefunden hat. (Und deshalb das Bloggen – zum Glück – nicht mehr so wichtig war wie in den Monaten zuvor.) Wir sind schon fast am Ziel. Fast, aber noch nicht ganz. Hoffentlich …

Die Anzahl Tage, in denen es P. nicht gut geht (extreme Übelkeit, häufig zusammen mit Erbrechen), werden weniger, die Abstände zwischen diesen Tagen grösser. Mittlerweile vergehen schon mal zwei oder sogar drei Wochen, in denen es P. gut geht.

So gut, dass sie seit rund einem Monat schon wieder 40% arbeitet. Das ist gut so: Die Arbeit lenkt sie davon ab, ständig über das selbstverständlich noch immer sehr präsente Thema nachzudenken, sie sorgt für Erfolgserlebnisse («Einen ganzen Tag gearbeitet und viel erledigen können, toll. Ich bin zwar müde, aber mir geht’s gut.») und bringt viele, herzliche Kontakte zu Menschen, die während der Krankheit zwangsläufig selten waren.

Ich bin überzeugt: P. ist auf gutem Weg durch die von den Ärzten prognostizierte 6-monatige Phase, die es zur körperlichen, geistigen und seelischen Verarbeitung braucht. (Rein rechnerisch sollten wir diese Zeit Mitte November auch hinter uns haben.) Und auf gutem Weg, gesund zu werden. Und wenn wir wissen (oder zumindest daran glauben können), dass P. wieder gesund ist, dann geht’s uns allen gut.

Ein wichtiger Meilenstein auf diesem Weg ist übermorgen, am 8. Oktober 2014. Der Tag, auf den wir seit dem Ende der Bestrahlungs-/Chemo-Therapie warten: P. wird eine zweite PET-CT-Untersuchung über sich ergehen lassen müssen. Wobei es für sie wie auch für uns kein Müssen ist, im Gegenteil: die Untersuchung wird (hoffentlich!) zeigen, dass sich keine weiteren Karzinome/Tumore gebildet haben. Und dass P. damit einen grossen Schritt näher am Ende dieses zermürbenden, Kräfte zehrenden Weges sein wird.

Auch wenn wir uns nach all den schweren Monaten wieder fast vollständig erholt haben, hoffen wir so sehr, dass wir diese Kräfte nicht werden aufwenden müssen, um eine weitere Krebstherapie durchstehen zu können, sondern sie in ein normales Leben stecken können. Ja, das stinknormale Leben – das ist es, wonach wir uns seit bald einem Jahr sehnen!

Tust Du, tut Ihr uns einen Gefallen? Drückt Ihr am 8. Oktober die Daumen für P.? Betet Ihr für uns (sofern beten für Euch etwas ist, was ihr üblicherweise in solchen Situation tut)? Tut Ihr irgendetwas, wovon Ihr denkt, dass es uns gut tut?

Das ist lieb! Tausend Dank dafür!

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About Marcel Widmer

Hallo, ich bin Marcel Widmer, Baujahr 1960 und lebe mit meiner Familie in der Schweiz am Zürichsee. Ich bin selbstständiger Job-Coach, Personalberater und Trainer, Ehemann und stolzer Vater einer Tochter sowie gesellschaftlich engagierter Mensch. Seit Dezember 2004 publiziere ich persönlich und authentisch – in diesem Blog wie auch in Fach- und Experten-Weblogs wie im JobBlog.