Martin Hiegl schreibt wettert in seinem Weblog über Werbung in Blogs. Für ihn sind Google AdWords, Links zu Amazon usw. offenbar ein Ärgernis.

Für Oliver Gassner, mich selbst und viele, viele andere Menschen ist Werbung kein Ärgernis, sondern das Selbstverständlichste der (Wirtschafts-)Welt. Was soll daran verwerflich sein, wenn für ein Produkt, eine Dienstleistung oder sonst was geworben wird (unter der Annahme, dass es sich dabei um Legales und ethisch Vertretbares handelt)?

Was ja überhaupt nicht heissen muss, dass mir alles in der Werbung gefällt. Aber ich bin ja mein eigener Herr und Meister und entscheide völlig frei, ob ich während der TV-Werbpause schnell „irgendwo hin“ verschwinde oder ob ich in OliverG’s Weblog auf eine (auch für mich doch recht zahlreichen) Anzeige klicke. Ist doch in Ordnung so!

Alle Menschen müssen von „irgendwas“ leben. Damit das funktioniert, müssen die meisten davon auch irgendwas dafür tun; z.B. arbeiten (wenn sie denn können). Einige tun das als Selbstständige. Viele davon bieten tolle Dienstleistungen und Produkte an; damit andere davon erfahren, machen sie Werbung. Die einen präsentieren ihre Produkte an Messen, andere – wie ich – nutzen die Möglichkeiten des Internets und schreiben ein Weblog.

Wir bieten darin viel Wissen kostenlos (OliverG: „für lau“) an! Wir machen mit unseren Weblogs aber auch auf uns aufmerksam und werben für unsere Dienstleistungen und/oder unsere Produkte. Und nebenbei machen einige von uns mit Google-, Amazon- und andere Ad-Blocks auf andere Angebote aufmerksam und realisieren so ein klitzekleines Zusatzeinkommen mit dem Blog.

So weit zu uns. Zurück zu Martin Hiegl.

Geht es ums Geld scheffeln?

fragt er. Nun … im September habe ich mit den Google-Anzeigen CHF 19.55 gescheffelt – und dem Tierheim bei uns in der Region gespendet. Ist doch in Ordnung, wenn Tiere scheffeln, oder?

Blogt man, wenn man mal mit dem Werbezeugs anfängt, irgendwann nur noch fürs Geld […]?

fragt er weiter. Über Kostenloses in unseren Blogs habe ich oben geschrieben. Wenn jemand von uns tatsächlich mal nur noch fürs Geld bloggen würde (wie z.B. der ProBlogger) und das Geld (auf legalem Weg, natürlich) dafür bekommen würde: was genau wäre dann das Problem?

Wie wär‘ die Welt ohne Werbung, Herr Hiegl?

Wie wär’ das, wenn Ihr Arbeitgeber IBM (tolle Firma, war über 8 Jahre an Bord) keine Werbung machen dürfte? Und deshalb in Vergessenheit geraten würde, bald keine Kunden mehr hätte, kein Geld mehr verdienen würde und Sie nicht mehr an Bord bleiben könnten? Falls Sie sich dann beruflich selbständig machen würden: wir würden Ihnen dann (gegen Bezahlung, versteht sich) zeigen, wie Sie für sich und Ihr tolles Produkt werben könnten – zum Beispiel in einem Weblog ;-)

About Marcel Widmer

Hallo, ich bin Marcel Widmer, Baujahr 1960 und lebe mit meiner Familie in der Schweiz am Zürichsee. Ich bin selbstständiger Job-Coach, Personalberater und Trainer, Ehemann und stolzer Vater einer Tochter sowie gesellschaftlich engagierter Mensch. Seit Dezember 2004 publiziere ich persönlich und authentisch – in diesem Blog wie auch in Fach- und Experten-Weblogs wie im JobBlog.