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Bundesrat Moritz Leuenberger blogexperimentiert

Sapperlot! Unser Minister für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation, Bundesrat Moritz Leuenberger, hat heute ein Blog gestartet.

In seinem Er�ffnungsbeitrag deklariert er das Blog (auch) als Experiment:

Ich habe mich schon einige Male über Blogs geäussert, jedoch nie in einem Blog. Als Kommunikationsminister interessiert mich, ob sich ein Blog für den Meinungsaustausch eines Bundesrates mit anderen Menschen eignet oder nicht.

Ich finde diesen Versuch erw�hnenswert, weil

  • … er auch von “Lasst es uns einfach mal versuchen und dabei vieles lernen” geprägt zu sein scheint (ohne die Vorbereitungen im Hintergrund zu kennen),
  • … er deshalb atypisch für uns Schweizer ist (wir neigen in der Regel ja eher dazu, uns 10 Mal abzusichern, bevor wir etwas versuchen),
  • … er (für mich) ein Symbol dafür ist, dass unsere Politik sich Neuem anscheinend doch nicht so verschliesst, wie ich bisher befürchtet habe,

Wie sich das Blog im Speziellen und die neue Kommunikation mit “uns Bürgerinnen und Bürgern” im Allgemeinen entwickeln wird? Keine Ahnung. Aber ich freue mich darauf, die Sache wohlwollend (*) zu verfolgen.

(*) Andere werden es auch verfolgen. Einige davon ganz bestimmt – und leider – so, wie wir das von anderen Neustart-Blogs kennen: “Ihr glaubt doch nicht wirklich, dass der das selber schreibt!?” oder “Der will uns doch nur für dumm verkaufen!”. Lasst uns doch einfach auch mal ganz offen und unvoreingenommen sein!

Mohammed Ali als Personalfachmann?

Immer wieder gibt es Stelleninserate mit Pfiff. Da kann man fast nicht widerstehen, sich dort zu bewerben:

Wir erwarten von Ihnen, dass Sie in der Lage sind: einen durchaus launischen Vorgesetzten zu ertragen; mit Teams umzugehen, die grundsätzlich alles besser wissen; uneinsichtige und beratungsresistente Menschen sowohl zu steuern als auch zu beraten; täglich mit selbstbewussten Kollegen aus allen Fachbereichen umzugehen; operativ in einem Umfeld zu agieren, das sich im Umbruch befindet. Übrigens: Für jede Vakanz haben Sie selbstverständlich immer den passenden Nobelpreisträger an der Hand!

Weiter zum Inserat … (und wenn das nicht mehr online sein sollte, hier zum pdf)

(via JOBlog)

73%? Nein mehr, nämlich 73%!

Bekanntlich haben 13 von 100 Mühe mit dem Prozentrechnen – das sind erschreckende und unglaubliche 17%!

Mindestens eine(r) davon scheint beim Schweizer Teletext zu arbeiten:

Nicht 73% der Briten finden Bush’s Irak-Politik falsch. Nein mehr – sogar 73%!

Ich bin sicher, dass immer mehr Menschen die Irak-Politik ablehnen. Ich wage die Prognose: der Wert wird weiter ansteigen, sogar auf 73%. :-)

Wie wichtig ist Ihnen der Respekt Ihres Chefs?

Was macht für Sie ein gutes Arbeitsklima aus? Welche Werte sind Ihnen wichtig? Wie soll Ihr Chef, wie Ihre Arbeitskollegen sein? Und wie sieht Ihre Realität aus?

Diesen und anderen Fragen geht eine wissenschaftliche Studie der RespectResearchGroup an der Universität Hamburg nach.

In zwei Erhebungen haben die Forscher ergründet, welche Faktoren Arbeitnehmern wichtig sind (Soll) und nachgefragt, wie die Realität aussieht (Ist):

  Soll Ist Diff.
interessante Aufgaben haben 1 3 -2
unabhängig/selbstständig arbeiten können 2 4 -2
Vorgesetzte, die mir Respekt entgegen bringen 3 8 -5
sinnvolle Aufgaben haben 4 7 -3
Vorgesetzte, die meine Arbeit anerkennen 5 11 -6
Kollegen, die mir Respekt entgegen bringen 6 5 1
Vorgesetzte, die ich respektieren kann 7 12 -5
Kollegen, die ich respektieren kann 8 6 2
ein gesundes Arbeitsumfeld 9 16 -7
verantwortungsvolle Aufgaben haben 10 2 8
Kollegen, die meine Arbeit anerkennen 11 9 2
hohe Arbeitssicherheit haben 12 15 -3
viele direkte Kontakte zu anderen Menschen haben 13 1 12
gute Karrieremöglichkeiten haben 14 18 -4
ein hohes Einkommen haben 15 17 -2
ein Job, der gesellschaftlich sinnvoll ist 16 10 6
Möglichkeit, anderen mit meiner Arbeit helfen zu können 17 14 3
ein Job, der gesellschaftlich anerkannt ist/geschätzt wird 18 13 5
genügend Freizeit haben 19 19 0

Denkanstoss für Vorgesetzte und Personalprofis: Werfen Sie die ausgeklügelten Bonus- und Prämiensysteme aus dem Fenster und machen Sie sich Gedanken, wie Sie mit der Pflege der weichen Faktoren die besten Mitarbeiter für Ihr Unternehmen gewinnen können!

Weitere Informationen zum Thema:

(angeregt von R.M. per Mail)