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Der Chef und Du …

Robert sinniert über die feinen Unterschiede zwischen Häuptlingen und Indidanern

Wenn Du lange brauchst, bist Du langsam.
Wenn Dein Chef mal länger braucht, ist er gründlich.

Wenn Du etwas nicht machst, bist Du faul.
Wenn Dein Chef etwas nicht macht, ist er zu beschäftigt.

Wenn Du einen Fehler machst, bist Du ein Idiot.
Wenn Dein Chef daneben liegt, ist das nur menschlich.

Wenn Du etwas unaufgefordert machst, hast Du Deine Kompetenz überschritten.
Wenn Dein Chef spontan eine Entscheidung fällt, ist er initiativ.

Wenn Du standhaft bleibst, bist Du engstirnig.
Wenn Dein Chef sich durchsetzt, ist er standhaft.

Wenn Du eine Benimmregel missachtest, bist Du unhöflich.
Wenn Dein Chef sich daneben benimmt, ist er originell.

Wenn Du Deinem Chef eine Freude machst, bist Du ein Arschkriecher.
Wenn Dein Chef seinem Chef eine Freude macht, ist er kooperativ.

Wenn Du gerade mal nicht im Büro bist, lungerst Du herum.
Wenn Dein Chef außer Haus ist, ist das geschäftlich. IMMER.

… um es dann auf den Punkt zu bringen:

Wenn Du glaubst, Abteilungsleiter würden Abteilungen leiten, dann glaubst Du auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten.

Ist Ihr Bestes gut genug?

(Zeichnung von Hugh MacLeod – gapingvoid.com)

Ungeduld und andere Schwächen

Vielleicht kennen Sie die Interviews auf der Fronseite von NZZ Executive: verschiedene Persönlichkeiten beantworten ein Standardset von Fragen – eine davon beschäftigt sich mit dem grössten, persönlichen Laster.

Robert Stark (Stark Content Blog – Danke für die Anregung!) ist aufgefallen, dass viele der Befragten die gleiche Antwort geben: “Ungeduld”.

Die Ungeduld als Schwäche? Raffiniert, raffiniert!

Wenn Sie sich mit der Rekrutierung von Mitarbeitenden beschäftigen, werden Sie das gleiche aus Vorstellungsgesprächen kennen. Auf Ihre Aufforderung – “Erzählen Sie doch mal von Ihren Schwächen … ” – antwortet der Kandidat (mit einem angedeuteten Schulterzucken): “Meine Schwäche ist wirklich die Ungeduld!” – und lehnt sich souverän zurück. (Auf das Problem, das Sie sich einhandeln, wenn Sie hier nicht rigoros nachhaken, gehe ich hier nicht ein.)

Hier stellt sich die Frage, wie wir im Alltag (beruflich, privat etc.) mit Schwächen umgehen.

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Manager und Ingenieur

Ein Mann fliegt einen Heißluftballon und realisiert, dass er die Orientierung verloren hat. Er reduziert seine Höhe und macht schliesslich einen Mann am Boden aus. Er lässt den Ballon noch weiter sinken und ruft: “Entschuldigung, können Sie mir helfen? Ich versprach meinem Freund, ihn vor einer halben Stunde zu treffen, aber ich weiss nicht, wo ich mich befinde.”

Der Mann am Boden sagt: “Ja. Sie befinden sich in einem Heissluftballon. Ihre Position ist zwischen 40 und 42 Grad nördliche Breite und zwischen 58 und 60 Grad westliche Länge.”

“Sie müssen Ingenieur sein”, sagt der Ballonfahrer. “Bin ich”, antwortet der Mann. “Wie haben Sie das gewusst?” “Sehen Sie”, sagt der Ballonfahrer, “alles, was Sie mir gesagt haben ist technisch korrekt, aber ich habe keine Ahnung, was ich mit den Informationen anfangen soll und ich weiss immer noch nicht, wo ich bin.”

Der Ingenieur sagt daraufhin: “Sie müssen ein Manager sein!” “Bin ich”, antwortet der Ballonfahrer, “wie haben Sie das gewusst?”

“Sehen Sie”, sagt der Ingenieur, “Sie wissen nicht, wo Sie sind oder wohin Sie gehen. Sie haben ein Versprechen gegeben, von dem Sie keine Ahnung haben, wie Sie es einhalten können und Sie erwarten, dass ich Ihnen dieses Problem löse. Tatsache ist, Sie befinden sich in exakt derselben Position, in der Sie waren, bevor wir uns getroffen haben, aber irgendwie ist jetzt alles meine Schuld.”

(gefunden bei world in motion)

Bei Kurt Aeschbacher geht die Post ab …

Kurt “Äschbi” Aeschbacher schreibt in seinem Blog regelmässig über sein Leben als “TV-Futzi” (Zitat Aeschbacher). Nun hat’s auch ihm einen Blog-Troll reingeschneit, der sich in den Kommentaren austobt. Seitenweise copy/paste-Arbeit über Hetero-, Homo- und Bisexualität. Das Mitteilungsbedürfnis gewisser Menschen ist offensichtlich unendlich – und ihre Fähigkeit zur Einschätzung der restlichen Menschheit ebenso offensichtlich genau so begrenzt: wer soll/will das ganze pseudo-schöngeistige-gesellschaftskritische Geschwafel denn lesen?

Kurt Aeschbacher reagiert im neuesten Artikel souverän:

hoppla, da ging ja die post ab, kommentarmässig bei uns auf dem blog. na ja lieber jörg, du bist ja ein alt bekannter schwerenöter bei uns auf der redaktion, belaberst mich mit deinem lebenskonzept seit jahren, hast ein ausgeprägtes mitteilungsbedürfnis und lebst offenbar den glücklichen dreier. das sei dir unbenommen. wenn du sowohl eine frau wie einen mann glücklich machen kannst (du toller hengst…) [...]
ich mach mich jetzt zuerst mal ans aufräumen (auf dem tisch, im kopf und in der wohnung) und zische dann ende woche endgültig richtung capri ab. von dort hoff ich, euch ein paar bilder schicken zu können, wenn auf capri die rote sonne im meer versinkt…

Dem kommentierenden kopierenden Blog-Troll habe ich übrigens was Tolles empfohlen: ein eigenes Blog aufzumachen. Es muss ja von niemandem gelesen werden. ;-)