iOS4 auf dem iPhone 3G?

Seit gestern ist das neue iPhone OS iOS4 da. Also habe ich es am Abend auf mein iPhone 3G geladen. Das hat aber leider nicht komplett funktioniert. In der Folge überlege ich mir, wieder auf das iPhone OS3 zurück zu gehen.

Das neue Betriebssystem bietet über 100 neue Funktionen, von denen für uns Benutzer 12 unmittelbar sichtbar sind sein sollten. Für mich mit dem iPhone 3G ist das Ganze sehr ernüchternd:

  • Multitasking: Können Männer sowieso nicht, sagt meine Frau Funktioniert auf dem iPhone 3G sowieso nicht, sagt Apple
  • Ordner: funktioniert und ist ziemlich praktisch (ob’s die Übersicht der Apps wirklich verbessert, wird die Zukunft zeigen müssen)
  • Besseres Mail: bei mir ist noch das alte Mailprogramm von iPhone OS 3 drauf – weiss der Geier warum Update: Das neue Mail ist aktiv, kommt aber nur richtig zum Tragen, wenn man mehrere Mailaccounts definiert. Danke für den Hinweis, Jean-Claude! (Die Grafik lasse jetzt ich mal so …)
  • iBooks: wäre interessant, aber das Angebot von iBooks in der Schweiz ist bekanntlich noch sehr, sehr mager
  • Wiedergabelisten erstellen: das iPhone, dessen Akku schon knapp für den „normalen“ Betrieb reicht, nutze ich ganz sicher nicht als iPod!
  • 5fach Digitalzoom: Bilder einer lausigen Kamera mit Digitalzoom verschlechtern? Nein danke!
  • Videofokus per Fingertipp: Video gibt’s beim iPhone 3G nicht. Zumindest nicht ohne Jailbreak. Und macht aufgrund von Optik und Prozessorgeschwindigkeit auch keinen Sinn
  • Gesichter und Orte in Fotos: auf dem iPhone habe ich ein Subset meiner Fotos, damit ich unterwegs mit meiner Familie und unserem @katerbilly angeben kann; diese 3 Gesichter erkenne ich auch ohne diese Funktion ;-)
  • Homescreen Hintergrund: Wenn diese Funktion zu den 12 erwähnenswerten gehört, frage ich mich, welchen Nutzen dann die übrigen haben …
  • Apps verschenken: Wenn ich das machen wollte (wieso eigentlich nicht?), würde ich’s am Mac machen. App Store auf dem iPhone ist langsam und nicht sehr benutzerfreundlich Schei***
  • Rechtschreibprüfung: Hatten wir doch schon mal. Und dank David Wornis Initiative können wir’s ja seit einiger Zeit abschalten. Und das ist gut so ….
  • Unterstützung für drahtlose Tastaturen: Wozu um Himmels Willen? Um auf dem iPhone 3-seitige Pamphlete oder 3 MB grosse Textmails zu schreiben? Merke: nicht alles, was machbar ist, ist auch sinnvoll!

Mein persönliche Fazit:
Der Nutzen von iOS4 auf dem iPhone 3G mit 1 2 (ev. 3) nützlichen Funktionen von „über 100“ ist für mich (mit dem 3G und der Art, wie ich das iPhone nutze) schlicht und ergreifend zu gering. Punkt. Dass Apple damit der Unvernunft in mir („Du musst unbedingt das neue iPhone 4 haben“) ganz bewusst vernünftige zusätzliche Argumente liefert, ist ein ganz anderes Thema … ;-)

Mobile City Walk Zürich

Gestern war „Mobile City Walk“ in Zürich. Mobile City Walk? Eine Idee von Addison Wesley bei der Hobby- und Berufsfotografen zeitgleich in verschiedenen europäischen Städten fotografierend durch die Stadt ziehen (mehr beim Pixelfreund).

Im Wesentlichen gab es nur eine Regel: Die Fotos werden nur mit einem Handy geschossen und (wenn überhaupt) auf diesem nachbearbeitet.

Das ist eine 20er-Auswahl meiner Bilder (geschossen mit dem iPhone und Hipstamatic, teilweise nachbearbeitet mit TiltShift und Best Camera) …

… und die gesammelten Werke unserer Truppe.

Ein unvergesslicher Anlass, den wir bestimmt irgendwann in dieser (oder in einer ähnlichen) Form widerholen werden, denn …

  • … es ist fantastisch, Menschen im „richtigen Leben“ kennen zu lernen, zu treffen und gemeinsam mit ihnen etwas zu erleben,
  • … es ist sehr reizvoll, mit der (anerkannt) schlechten Kamera des iPhone tolle Bilder zu schiessen und zu bearbeiten,
  • … es ist interessant zu sehen, wie wir die Sujets auf der gemeinsamen Tour unterschiedlich gefunden und festgehalten haben.

Danke @pixelfreund, fürs Organisieren. Danke @avongunten, @capo42, @dworni, @indero, @jaegi, @LeilaSumma, @philippkueng und @Ralph_Gloor für die tollen Stunden und die noch viel tolleren Bilder!

Hipstamatic – iPhone goes retro

David Worni und viele andere haben mich mit dem Hipstamatic-Fieber angesteckt. Die iPhone-App und die käuflichen Zusätze (Linsen, Blitze, Filmen/Rahmen) kommen meinem Spieltrieb – pröble, gfätterle, tüftle – in idealer Weise entgegen.

Die ersten Fotos sind geschossen, entwickelt …

… und auf den dafür eingerichteten Flickr-Account iHipstamatic* hochgeladen. Und gleichzeitig ist die Sidebar hier im Blog wieder um ein Element reicher :-)

(* Wieso eigene Accounts bei Flickr und Twitter? Vielleicht wird ja daraus ein Geheimprojekt eine Social-Media-Geschichte, an der sich auch andere beteiligen …)

Das iPad von Apple wird floppen! Die Begründung.

Ich habe mich bekanntlich vor ein paar Tagen etwas weit, sehr weit aus dem Fenster gelehnt und in einer kecken These festgehalten: „Das iPad von Apple wird floppen!“

Eine solche These aufzustellen (gar mit der Absicht, Google-Besucher auf seinen Blog zu locken?) ist einfach. Drum liefere ich nun gerne meine Überlegungen nach und nenne die Gründe, weshalb das iPad – aufgrund meiner ganz persönlichen Einschätzung – kein Erfolg werden wird:

  • Grundsätzlich macht ein TabletPC im Stil des iPad nur dann Sinn, wenn ich unterwegs bin und arbeiten oder „irgendetwas machen will“.
  • Weder im Büro noch zu Hause würde ich damit arbeiten wollen, weil die Nachteile gegenüber (m)einem MacBook zu gross wären: „richtig“ schreiben kann ich nur mit einer „richtigen“ Tastatur; ich will kann auf Anwendungen vom freien Markt nicht verzichten; wenn ich etwas ausdrucken will: müsste ich es mir dazu aufs MacBook mailen? usw.
  • Wer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, wird sich sinnvollerweise für die G3-Variante entscheiden. Und dann nutzt er/sie das iPad als eReader? Viel Vergnügen, das Ding wiegt 730g! Als iPod? Das kann das viel kleinere/leichtere iPhone genauso gut! Und wie hält er/sie dann das 249x190mm grosse iPad? Leicht gekippt auf den Beinen liegend und damit für alle im Zugsabteil einsehbar? (Damit wäre wohl die Photo-App schon mal zum Pausieren verdammt.)
  • Wenn ich mich dann für eine Art des Haltens entschieden habe: wie bediene ich es dann? Wenn ich es im Querformat hielte *, würden selbst meine Daumen nicht reichen (glaub mir: ich habe grosse Hände!), um gewisse Gesten zu machen (ich habe aber @Mpolzin von Brack allerdings vorgeschlagen, aufsteckbare Daumenverlängerungen ins Sortiment aufzunehmen). Also bleibt nur: mit einer Hand halten, mit der anderen bedienen (da ist der iTennisarm nur eine Frage der Zeit)! Und beim so erzwungen, einhändigen Tippen würden sogar die bescheidenen 140 Zeichen bei Twitter im Laufe der Bahnfahrt zur ergonomischen Herausforderung). Und im Hochformat? Würde ich da das iPad gegen meinen Magen drücken und es ebenfalls mit der freien Hand bedienen? Mein Nacken würde sich freuen!

    (*) so halte ich das iPhone im Querformat:

Ich bin mir bewusst, dass Apple alles Menschenmögliche tun wird, um mich Lügen zu strafen und das iPad weiterentwickeln will und zum Verkaufsschlager prügeln wird. Damit müsste ich dann halt leben, für einmal mit einer Prognose falsch gelegen zu haben ;-)

Hinweis: Weitere Pros und Contras gibt es drüben beim Apfelblog. (Wo übrigens unter den Kommentierenden – auch mir ;-) – ein iPad verlost wird!)