Weise Worte weitergedacht …

Der Anfang ist die Hälfte des Ganzen.

(Aristoteles, griechischer Philosoph)

  • Wie packe ich neue Aufgaben an? Schiebe ich sie vor mir her, bis ich „wirklich“ Zeit dafür habe? Wäre die Aufteilung in Teilaufgaben eine mögliche Lösung?
  • Wann ist für mich eine Arbeit erledigt? Erst dann, wenn sie wirklich fertig ist? Wann bin ich zufrieden? Wie gut gelingt es mir, auch Angefangenes und Halbfertiges anzuerkennen?
  • Wo bin ich stärker – im Anfangen oder im Abschliessen? Wie könnte ich das entschärfen? Wer hat ein „umgekehrtes Profil“ und könnte mich so unterstützen und ergänzen?
  • …?

Schmunzeln & nachdenken: Firmenkultur

Lassen Sie diese witzige Geschichte einmal auf sich wirken – vielleicht ist etwas Wahres dran:

Nehmen Sie einen Käfig und setzen Sie fünf Affen hinein. Knüpfen Sie eine Banane an ein Seil und hängen Sie diese in den Käfig – so hoch, dass die Affen die Frucht nicht erreichen können. Stellen Sie nun eine Holzkiste darunter, damit die Affen die Banane ergreifen können, wenn sie sich auf die Kiste stellen.

Es wird nicht lange dauern, bis ein Affe auf die Holzkiste klettern will, um sich die Banane zu schnappen. Sobald er die Kiste berührt, spritzen Sie alle anderen Affen mit kaltem Wasser ab. Nach einer Weile wird ein anderer Affe versuchen, sich auch eine Banane zu holen. Sie wiederholen das Prozedere – alle anderen Affen werden mit kaltem Wasser bespritzt.

Schon bald wird ein weiterer Affe versuchen, auf die Holzkiste zu klettern und die Frucht zu ergreifen. Aber: die anderen Affen werden ihn daran hindern.

Lassen Sie jetzt das kalte Wasser weg. Nehmen Sie einen Affen aus dem Käfig und ersetzen Sie ihn mit einem neuen. Der neue Affe sieht die Banane und will auf die Holzkiste klettern. Zu seiner Überraschung greifen ihn die anderen Affen an. Nach einem erneuten Versuch und einem weiteren Angriff realisiert er, dass er angegriffen wird, sobald er auf die Holzkiste klettern will.

Tauschen Sie nun fortlaufend einen der ursprünglichen Affen im Käfig durch einen neuen aus. Es wird immer wieder das selbe ablaufen: Der Neuling geht zur Holzkiste und wird angegriffen. Der vorhergehende Neuling wird jeweils mit Begeisterung an der Bestrafung teilnehmen. Die neuen Affen haben aber keine Ahnung, wieso es nicht erlaubt ist, auf die Holzkiste zu klettern und weshalb sie den neuen Affen schlagen – sie tun es aber trotzdem.

Fahren Sie fort, bis Sie alle fünf ursprünglichen Affen im Käfig durch neue Artgenossen ersetzt haben. Keiner der Affen, die jetzt im Käfig sitzen, ist jemals mit kaltem Wasser bespritzt worden. Dennoch wagt sich keiner mehr in die Nähe der Holzkiste.

Warum nicht? Weil sie gelernt haben, dass „es“ hier so gemacht wird.

So entsteht Firmenkultur …

Weise Worte weitergedacht …

Nicht was wir erleben, sondern wie wir empfinden, was wir erleben, macht unser Schicksal aus.

(Marie von Ebner-Eschenbach, österreichische Erzählerin)

  • Wie bewusst gehe ich mit dem von mir Erlebten um? Was könnte mir ein regelmässiger Zwischenhalt mit einer Rückschau bringen? Wie könnte ich so das Bisherige für meinen künftigen Weg nutzen, was könnte ich zurück lassen?
  • Wie erlebe ich mein „Schicksal“? Als Tiefschlag, als Ungerechtigkeit? Fühle ich mich hilflos und ausgeliefert? Oder kann ich auch Chancen und (vielleicht einmalige) Möglichkeiten in dieser Situation entdecken? Wie gross ist meine Bereitschaft, die Verantwortung für mein Leben zu übernehmen – „in guten wie in schlechten Zeiten“?
  • Was ist das „Gute“, und was ist das „Schlechte“ an einem Erlebnis? Wie könnte ich es schaffen, auch in ganz besonders schweren Situationen, auch das Positive daran zu erkennen? Habe ich das schon einmal so gesehen, und wie habe ich es damals gemacht? Was hat es mir gebracht?
  • … ?

Weise Worte weitergedacht …

Die Menschen fürchten das Denken wie nichts anderes in der Welt. Denken ist umstürzlerisch und revolutionär, zerstörend und erschreckend, erbarmungslos gegen Privilegien, festgesetzte Institutionen und bequeme Gebräuche.

(Bertrand Russel, englischer Philosoph)

  • Wie offen dürfen bei uns Gedanken geäussert werden? Wie gehe ich/gehen wir mit unbequemen Voten im Team um?
  • Was empfinde ich, wenn „umstürzlerische und revolutionäre“ Gedanken meine/unsere Ideen gefährden?
  • Welche Privilegien haben Einfluss auf unsere Zusammenarbeit? Sind diese eher nützlich oder eher hinderlich? Worauf sind diese gestützt? Wie gross ist unsere Bereitschaft, Sonderrechte über den Haufen zu werfen, um die Zielerreichung zu ermöglichen?
  • Welche Lösungsstrategien haben sich in der Vergangenheit bewährt? Welche Alternativen könnten wir nutzen? Wie beurteile ich unsere Offenheit, neue Weg auszuprobieren und gegen „bewährte Regeln“ zu verstossen?
  • … ?