Pfadfinder im (Berufs-)Alltag

Im kommenden Jahr feieren die Pfadfinder – gegründet von Robert Baden-Powell – das 100-jährige Jubiläum der Pfadfinder-Bewegung.

Versucht, die Welt ein bisschen besser zurückzulassen als ihr sie vorgefunden habt.

… war das Motto Powells.

Die verschiedenen Pfadfindergesetze basieren alle auf diesem Gedanken und haben bis heute nicht an Aktualität verloren.

Als Beispiel nehme ich die Pfadfinderregeln des Deutschen Pfadfinderbunds Mosaik:

  1. Ich bin bereit, in der und für die Gemeinschaft Verantwortung zu übernehmen und Pflichten zu tragen.
  2. Ich will zuverlässig sein und zu meinem Wort stehen.
  3. Ich will hilfsbereit sein und für andere eintreten.
  4. Ich will zur Freundschaft aller Pfadfinder und zum guten Miteinander aller Menschen beitragen.
  5. Ich will Rücksicht nehmen und verständnisvoll sein.
  6. Ich trage zum Schutz und zur Erhaltung der Natur bei.
  7. Ich setze mich kritisch mit mir und mit meiner Umwelt auseinander.
  8. Ich will zuversichtlich sein.
  9. Ich bemühe mich einfach und bewußt zu leben.
  10. Ich will offen für neue Wege sein.

Frage und Denkanstoss: Würde es uns allen den Alltag nicht um einiges einfacher machen, wenn wir diese wertorientierten Grundsätze auch im (Berufs-)Alltag stärker beachteten? Ich bin gespannt auf Ihre Meinungen!

5 Antworten auf „Pfadfinder im (Berufs-)Alltag“

  1. Sehr, sehr menschlich und dadurch auch, so finde ich, leicht auszuführen.

    Nur: Kann manfrau sich heutzutage eigentlich noch trauen, (solche) Normen und Werte hochzuhalten oder sogar noch zu verteidigen?

    Schon im Kindergarten sind die Coolen diejenigen, die ihre Ellbogen ausfahren – und das zieht sich dann hoch über Familie, Schule, Freundeskreis, Arbeitswelt.
    Bzw. es zieht sich nicht hoch, sondern die Strömung geht von Groß zu Klein.

    Umso erfreulicher für mich zu lesen, dass du, Marcel, dich öffentlich zu Menschlichkeit bekennst.
    Und das nicht nur im Advent.

  2. Es gibt diverse soziologische Studien, aus denen deutlich hervorgeht, dass sich die Menschen der westlichen Welt wieder nach den „alten Werten“ sehnen. Etwas mehr Ruhe, Bedachtsamkeit und den Mut, zur Gemeinschaft zu stehen.

    Das heisst nicht, dass wir dem Individuum den Rücken kehren. Aber es heisst, sich wieder darauf zu besinnen, dass wir alle zusammen niemand anders haben, als wir alle zusammen. Wir brauchen uns.

    Und das bilden ja auch die 10 Regeln ab.

  3. Ich bekenne mich nicht nur zu diesen (oder solchen) Grundsätzen, sondern auch dazu, dass ich in gewissen Situationen noch meilenweit davon entfernt bin, diese selbst zu beherzigen. Aber ich arbeite dran – mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg …

  4. ich bin selbst mitglied des bunds mosaik und muss sagen, dass zwar die „pfadfinderregeln“ sind aber nicht als regeln angesehen werden sondern eher als richtlinien d.h. unser ideal ist es nach diesen regeln zu leben – jeden tag. aber mehr arbeitet jeder immer mal wieder darauf hin oder liest sie sich durch und wünscht sich er wäre so.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.