Wenn 81-Jährige bauen, dann haben die «Jungen» was zu tun.

Die Monate ab Herbst 2013 waren gezeichnet vom Abriss des über 200 Jahre alten Bauernhauses der Eltern meiner Schwiegermutter und vom Neubau des neuen Zwei-Familien-Hauses. Als hätten wir in den vergangenen Monaten nicht schon genug mit uns selbst zu tun gehabt …

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Wenn man bedenkt, dass meine Schwiegermutter bei Baubeginn bereits 81 Jahre alt war, kann man sich vorstellen, dass der Grossteil der Arbeit von uns, der «jüngeren» Generation, geleistet werden musste. Insbesondere von meiner Frau und mir. Nachdem meine Frau in dieser Zeit leider schwer krank wurde, blieben ihre «Ämtli» an mir und auch an meinen beiden Schwägerinnen hängen.

Kaum zu glauben, was wir in dieser Zeit alles gestemmt haben …
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Twitterbier Zürichsee Summer Special 2014: Airboarding

Das letzte #twitterbier #zuerisee ist schon über ein halbes Jahr her (aus vermutlich bekannten Gründen). Jetzt ist’s endlich mal wieder Zeit dafür …

Ein spontaner Gedanke, nachdem ich @dieni’s Tweet gesehen habe:

Nach so langer Pause mit dem #twitterbier #zuerisee so richtig grosse Sprünge machen – das wär doch was!

— Marcel Widmer (@marcelwidmer) July 8, 2014


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Es ist Krebs! – Geburtstag, die zweite Halbzeit und das Ende der Therapie

«Schon drei Wochen geschafft!» Oder doch eher «Noch liegen drei schlimme Wochen vor uns!»? Die Vernunft und die Gefühle sind sich in der Beantwortung dieser Frage nicht einig. P. baut von Woche zu Woche körperlich, geistig und seelisch mehr ab. Nun ist’s wirklich an der Zeit, dass die Therapie zu Ende geht!

28. April 2014

An P.s Geburtstag beginnt die zweite Halbzeit der Bestrahlungs-/Chemo-Therapie. Und leider ganz anders, als wir uns das zu Beginn vorgestellt haben: Wir haben damals gedacht, es würde von Woche zu Woche einfacher, weil wir uns an das ganze Prozedere gewöhnen würden. Ja, an den Ablauf haben wir uns schnell gewöhnt. Die Realität aber zeigt, dass P. von Tag zu Tag und von Woche zu Woche physisch und psychisch mehr abbaut und ihre Energie langsam gegen Null geht. Klar, ich versuche sie immer wieder aufzumuntern und zu motivieren. Aber «Du hast schon die Hälfte geschafft, sei stolz!» und «Du hast schon so vieles geschafft, Du schaffst auch die letzten drei Wochen!» helfen nur wenig, wenn überhaupt. Die permanente Übelkeit, die Verdauungsprobleme (weil der Darm durch die Bestrahlung trotz aller Vorkehrungen in Mitleidenschaft gezogen wird) und die bleierne Müdigkeit sind kaum mehr zu ertragen. P. leidet. Und wir müssen hilflos zusehen.
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Es ist Krebs! – Plötzlich steht unser Leben kopf (Kurzfassung November 2013 – Juni 2014)

Im November letzten Jahres die alljährliche Untersuchung beim Frauenarzt, im Januar ein vermeintlich kleiner Eingriff, im Februar eine grosse Operation. Von Mal zu Mal wurde der Befund schlimmer. Hier erzählen wir, wie sich der Krebs in unser Leben hineingefressen, wie meine Frau und wir uns tapfer gehalten haben und wie nun langsam der ganz normale Alltag in unser Leben zurückkehrt.

Begonnen hat alles Anfang November 2013 mit einem positiven Krebsabstrich von P. beim Frauenarzt. Es sei nur ein kleiner Eingriff, hiess es, nichts Schlimmes. Doch es kam anders.

Nach dem Eingriff im Januar haben wir die furchtbare Diagnose bekommen: P. hat Krebs! Im während der Operation entfernten Gewebes wurde ein Karzinom gefunden! (Zum Glück, können wir im Nachhinein sagen.) Um sicher zu sein, dass keine weiteren Karzinome vorhanden sind, wurden Ende Februar in einer über 2-stündigen Operation Gebärmutter, Eierstöcke und etwa die Hälfte der Lymphknoten entfernt. Der Befund war noch schlimmer als beim ersten Mal und niederschmetternd: in einem der entfernten Lymphknoten wurde ein weiteres Karzinom, in der Gebärmutter wurden weitere Krebszellen gefunden.

Plötzlich stand unser Leben kopf!

Im März dann die erste gute Nachricht: die PET-CT-Untersuchung hat gezeigt, dass im makroskopischen (sprich: sichtbaren) Bereich kein Krebs mehr vorhanden ist!

Nach vier Wochen Abheilung und zwei Wochen Vorbereitung hat Anfang April die Therapie angefangen. Mit Bestrahlung (5x pro Woche, ambulant) und Chemo (1x pro Woche, 1-2 Tage stationär) wurden allfällig noch vorhandene, mikroskopisch kleine Krebszellen bekämpft. Eine besonders schwere Zeit: P. war permanent sehr müde, litt fortdauernd unter Übelkeit und Erbrechen und war auch psychisch stark angeschlagen. Aber sie hat tapfer durchgehalten!

Am 13. Mai erfolgte die letzte Chemo-Infusion, am 19. die letzte Bestrahlung – die belastende Bestrahlungs-/Chemo-Therapie war endlich zu Ende!

Nun läuft eine rund zweimonatige Rekonvaleszenz. Ab Juli wird P. das Arbeitspensum Schritt für Schritt erhöhen können. Und dann ist hoffentlich diese kraftraubende, lange Zeit zu Ende!

Heute, im Juni 2014, können wir mit einer grossen Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass P. geheilt ist. Wir werden es aber nie wissen und lernen müssen, mit dieser Ungewissheit zu leben. Im Oktober wird sie eine weitere PET-CT-Untersuchung machen lassen, damit wir zumindest sicher sein können, dass sich nicht wieder Karzinome gebildet haben. Künftig wird sie sich auch 2-3 Mal jährlich untersuchen lassen, um Auffälliges rechtzeitig zu entdecken. Diese Untersuchungen werden uns weitere Sicherheit geben und uns unterstützen in der Überzeugung, dass P. geheilt ist.

Die vergangenen Monate waren für uns alle sehr belastend – für P. ganz besonders. Diese Zeit aber hat auch gute Seiten, wie alles im Leben: Die Anteilnahme in ganz unterschiedlichen Formen hat uns in all den Wochen gefreut, in schweren Tagen getragen und tief berührt: P. erhielt Blumen sowie SMS, Mails und Karten mit herzlichen Texten, die uns immer wieder zu Tränen rührten und P. viel Kraft gaben, sie zum Durchhalten motivierten. Immer wieder kamen Freundinnen und Freunde vorbei; sei es zum Schwatzen, oder um uns vorgekochtes Essen zu bringen. Wieder andere drückten ihr Mitgefühl in einer überwältigenden Aktion in den sozialen Netzwerken aus. Last but not at least: P.s Schwestern, P.s Mutter und unsere Neffen begleiteten uns in dieser schweren Zeit und halfen uns so, diese schwere Zeit besser zu ertragen .

Vielen, lieben Dank an Euch alle, die an uns gedacht haben, uns aufgemuntert oder uns tatkräftig unterstützt haben. Ohne Euch wäre diese Zeit für uns noch unerträglicher gewesen, als sie es sowieso schon war!


Wer mehr über unsere Geschichte lesen will, findet hier die Blogposts der vergangenen Wochen und Monate .

Drucksachen online bestellen – die printzessin macht’s möglich

printzessinprintzessin.ch ist eine Online-Druckerei. Nicht irgendwo in einem dunklen Hinterhof in Nirgendistan, sondern das Webangebot der Druckerei Jordi in Belp in der Schweiz. Online-Druckereien gibt’s mittlerweile wie Sand am Meer. Ob die printzessin halten kann, was sie verspricht? Ich habe den Bestellablauf und das Resultat in der Praxis getestet.

Das königliche Angebot

Das Sortiment der printzessin ist gross: Visitenkarten, Kalender, Flyer und Faltkarten, Broschüren, Postkarten, Plakate, Kuverts und Briefpapier und sogar Bücher können bestellt und gedruckt werden.

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