Die Blog-Stöckchen flogen früher oft durch die Luft, sind aber irgendwie aus der Mode gekommen. Deshalb besonders schön, dass wieder mir mal eines – nun unter dem Namen «Online-Stöcken» – zugeworfen wurde. Danke, Frau W.

Das sind die Dinge, die alle vielleicht jemanden interessieren:

Auf welcher Plattform warst du zuerst unterwegs? Was war deine Motivation?
Das erste Ding im Web 2.0 war bei mir mein JobBlog. Mein wichtigstes Motiv: Ein Auto kannst Du Probe fahren, einen Wein degustieren. Aber was machst Du mit einem Coach? Mit dem Bloggen (und ab 2007 mit dem Twittern) rund um den Job konnte ich mir als Coach und Berater «ein Gesicht geben».

Wie erklärst du einem Menschen, der sich überhaupt nicht damit auskennt, Twitter?
Twitter ist ein einfaches und deshalb sehr effektives Netzwerk, das Dir die Chance bietet, über Deinen Tellerrand hinaus zu schauen und Beziehungen zu knüpfen, die – zum Glück – weit ins «richtige Leben» hinein reichen.

Wo befindet sich dein Smartphone über Nacht – und warum?
Auf dem Nachttisch. Einzig und allein deshalb, weil ich den Radio-Wecker ersetzen wollte, der mich meistens (Murphy’s Laws?) mit Sprache statt mit Musik weckte, was mir fast täglich einen Herzinfarkt bescherte. Jetzt lasse ich mich von einem meiner Lieblingssongs wecken – aktuell «Stay» von Rihanna.

Welche Online-Tools kannst du empfehlen?
Online-Tools? Hmmm … Ich stelle fest, dass ich kaum Online-Tools nutze, sondern möglichst immer eine App für das MacBook, das iPad oder das iPhone nutze. Warum? Kann ich gar nicht sagen.

Ist es dir wichtig, wie viele Follower/Freunde du hast? Warum ja/nein?
Ja, weil ich damit einen Hebel habe, mit dem ich viel bewegen kann. Zum Beispiel um mit anderen zusammen etwas Gutes zu bewirken. Nein, weil ich wegen 2000 Follower kein anderer Mensch bin als mit 200 Follower.

Gehst du an Social Media-Treffen und warum tust du es (oder eben nicht)?
Ich gehe hin, weil der Kontakt zu Menschen für mich wichtig und bereichernd ist. Menschen kennen lernen, die ich ohne Social Media vermutlich nie hätte kennen lernen können – das ist einfach toll! Ich wähle aber bewusst aus, weil ich irgendwie eine «Grundallergie» gegen «Must have been there» habe.

Gehst du bewusst mit deiner Online-Zeit um und möchtest du diesbezüglich etwas ändern?
Ich bemühe mich (mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg), mich auf das zu konzentrieren und zu beschränken, was ich gerade tue. Wenn ich Musik höre, lese ich nicht. Wenn ich Blogs lese, höre ich nicht Radio. Wenn ich Fernsehe, dann twittere ich nicht (Ok, es gelingt mir noch nicht vollständig, aber immer besser :-D).

Was steht in deiner Twitter-Bio und was möchtest du damit aussagen?
«Coach & Organisationsberater http://widmerconsulting.ch Menschen- & Heli-Freak Blogs: http://jobblog.ch & http://marcelwidmer.com CoAutor http://imgriff.com». Die Bio soll meine verschiedenen Rollen und meine vielseitigen Interessen (und damit meine verschiedenen Twitter-Themen) zeigen.

Hast du schon einmal einen total emotionalen Post abgesetzt, was ist danach passiert und was hast du daraus gelernt?
Ich habe zum Glück schon vor Web 2.0 und Social Media aus den mutigen Sprüngen in die Fettnäpfchen und Peinlichkeitsfallen lernen können, dass es (für mich und die anderen) besser ist, zuerst einmal die ersten Emotionen abklingen zu lassen und erst zu schreiben, wenn ich mal darüber geschlafen habe. Es war ein schmerzlicher Lernprozess ;-)

Welche fünf Begriffe beschreiben dein aktuelles Befinden?
Ich bin stolz (unsere Tochter entwickelt sich zur Zeit zu einer tollen, jungen Frau), zuversichtlich (mit Blick auf fast alles, was da noch kommen mag), noch immer etwas zu streng (womit ich mir oft selber im Weg stehe – aber ich arbeite dran …),
auf gutem Weg (weil ich neue Dinge anpacke und alte abschliessen kann) und müde (hey, es ist bald Mitternacht und ich habe strenge Tage hinter und vor mir).

Nun werfe ich das Online-Stöckchen hoch. Wie ist’s mit Dir? Fängst Du es auf?

Nach gefühlten 20 Jahren mal wieder ein Stöckchen …

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