Keine Karriere nach 45?

Ist mit 45 die Karriere entschieden? Nein!

Jochen Mai (WirtschaftsWoche) hat mit Personalberatern, Trainern, Juristen, Psychologen, Personalverantwortlichen gesprochen. Sein Fazit aus der Expertenbefragung:

  • Das Alter ist für den weiteren Verlauf nicht entscheidend. Entscheidend sind der Leistungswille und die Leistungskraft sowie Veränderungswille. Alle drei Tugenden sollte man dokumentieren und kommunizieren.
  • Es gilt gegen das Klischee der „unflexiblen Ausruhers“ anzukämpfen. Zum Beispiel, indem man noch mal Job oder Position wechselt, indem man sich körperlich fit und agil hält, indem man flexibel beim Gehalt und mobil beim Standort bleibt.
  • Das Alter 45 ist keine wirkliche magische Grenze – aber 50 schon eher. Ab 50 wird es schwerer – vorausgesetzt man gehört nicht zur 1. Führungsebene oder zu den Top-Umsatzträgern – den Job zu wechseln.
  • Fachwissen ist wichtig. Mit zunehmendem Alter aber auch zunehmend Führungskompetenz. Gerade auch international und gegenüber jungen Mitarbeitern.
  • Das Erfolgsgeheimnis ist, sich zu vermarkten. Wer hofft aufgrund vergangener Leistungen und Erfolge Gnade, Beachtung oder Beförderung zu erlangen, irrt gewaltig. Gehen Sie jederzeit auf Kollegen und Vorgesetzte zu, zeigen Sie Einsatzbereitschaft, Wissensdurst, Kreativität.

(via Jo’s Jobwelt)

Bei dieser Gelegenheit kommt mir der erstklassige Bewerbungsbrief eines 48-jährigen Klienten im Karriere-Coaching in den Sinn.

Bei mir haben Sie die Gewissheit, dass ich alle Fehler, die man zur beruflichen Reifung braucht, schon in anderen Unternehmen gemacht habe.

3 Antworten auf „Keine Karriere nach 45?“

  1. zum Problem wird die Berufserfahrung. Wenn man ein paar Reorganisationen erlebt hat, vielleicht auch noch in der Macher-Rolle, schwindet die Naivität.
    Und Naivität braucht man bei bedingungslosem Einsatz für die Firma.

  2. Und Naivität braucht man bei bedingungslosem Einsatz für die Firma.

    Ob der bedingungslose Einsatz der richtige Weg ist? Wohl kaum! Es geht hier – wie überall im Leben – um das gesunde Mass.
    Stichworte, die mir da in den Sinn kommen:

    • Ausgewogenheit
    • Geben und Nehmen
    • Nähe und Distanz
    • Work-Life-Balance
    • unreflektiert
    • Marionetten

    Ich mag keine Menschen, die sich mir, meinem Unternehmen oder einer Sache bedingungslos hingeben – ich mag keine Marionetten!

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