Getting Things Done

Getting Things Done von David Allen (Website, Weblog) verbreitet sich so rasant wie kein anderer Ansatz zum Selbstmanagement je zuvor. Gründe dafür kann es viele geben:

  • Das Bedürfnis der Masse: wir lechzen nach der ultimativen Lösung, um „endlich alles im Griff“ zu haben.
  • Ein geniales Marketing: mit einem cleveren Konzept und den entsprechenden Mitteln lässt sich fast alles verkaufen.
  • Die Methode an sich: sie könnte tatsächlich ein wesentlicher Schritt in die richtige Richtung sein!

Die anhaltend sehr guten Verkaufszahlen bei Amazon lassen mich vermuten, dass David Allen tatsächlich eine Arbeitsmethodik entwickelt hat, die Erfolg verspricht: Verkaufsrang 27 der Originalausgabe Getting Things Done, Rang 610 der deutschen Fassung Wie ich die Dinge geregelt kriege sind für mich Grund genug, mich näher damit zu befassen (auch wenn ich nicht das „typische Herdentier“ bin).

Ich selbst habe immer wieder mal das Gefühl, dass mir „das Ganze“ aus den Händen gleitet und mir über den Kopf wächst. Ich habe mir deshalb vor rund 2 Wochen das Buch gekauft und bin dabei, mich – step by step – in David Allen’s Ansatz einzulesen, seine Tipps in der Praxis auszuprobieren und zu versuchen, daraus die für mich passende Methodik zu entwickeln. Und ich werde sporadisch hier im JobBlog über meine Fortschritte, Frusts und Erkenntnisse berichten. Ich bin gespannt!

(Übrigens: Das Angebot im Internet – Google liefert dazu fast 2 Millionen Seiten – ist kaum mehr zu überblicken. Mein Kollege Stephan List hat im Anschluss an seinen Workshop „Selbstmanagement“ eine kurze Linkliste publiziert, die für den Einstieg ideal ist.)

19 Antworten auf „Getting Things Done“

  1. Auch ich bin vor ein paar Tagen auf GTD gestoßen und habe mir die deutsche Ausgabe gekauft. Bei der Lektüre war ich zunächst irritiert: Wieso soll man sich „etliche“ neue Ordner kaufen – für jede Kleinigkeit auch noch einen eigenen. Und vor allem: Wo soll ich mit diesen Ordnern hin?!?

    Des Rätsels Lösung ist recht einfach: Gemeint sind wohl nicht Aktenordner, sondern Hängeregistertaschen oder -mappen, in die man Material einfach einlegen kann.

    Darauf wäre ich vielleicht früher gekommen, wäre da nicht der Hinweis im Buch, dass Hängeregister – hier sind wohl Hängehefter gemeint – nicht so gut geeignet sind.

    Ansonsten kann ich dem Konzept einiges abgewinnen. Mal sehen, wann ich die zwei freien Tage für „das ganze Zeug“ finde…

  2. Mal sehen, wann ich die zwei freien Tage für “das ganze Zeug” finde…

    Schon lange vor GTD bin ich zur Erkenntnis gekommen, dass man freie Zeit nicht findet. Für mich gilt also sinngemäss: Mal sehen, wann ich mir die zwei freien Tage nehmen kann will! :-)

  3. Ich habe getting things done vor etwa einem halben Jahr gelesen und seither umgesetzt.

    Ich finde die Methodik super. Ich musste allerdings auch einige Erfahrungen machen und die geeigneten Tools finden um es umzusetzen.

    Ausserdem bietet das Buch das nötige Rüstzeug für einen Anfänger wie mich in Sachen Organisation. Dieses Buch hat ausserdem dazu beigetragen, dass diverse Arbeits- und Informationsabläufe meines Arbeitgebers drastisch geändert haben – zum Positiven.

    Kann also das Buch auch sehr empfehlen und bin gespannt, welche Tips ich hier noch lesen werde..

  4. Noch ein subjektives Feedback :-)

    zum 100% Fan bin ich nicht geworden, mit den 42 Ordnern kann ich mich z. Bsp. nicht so anfreunden. Aber GTD hat meine Arbeitsabläufe merklich verbessert.

    die deutsche Übersetzung bzw. Verfälschung mit den Hängemappen und Registern hat mich auch erst etwas irritiert…aber im Internet fand sich dann reichlich Aufklärung.
    Die nachhaltigsten(!) Tips sind bisher die Listen und der Labeldrucker:

    Zunächst frustrierend (wg. Menge) und dann letztlich effektivsten war die Auflistung aller(!) offenen Vorhaben/Todos. Aber langsam, nach 3 Monaten, wird die Liste tatsächlich kürzer.
    Die auch optisch ordentliche Beschriftung aller Mappen und Ordnern mit dem Labeldrucker hat überraschend viel Zeitersparnis und Transparenz in die Ablage gebracht.

  5. Ich arbeite bereits seit 6 Monaten mit dem GTD-System und bin sehr zufrieden. Es funktioniert für mich auf jeden Fall besser als alles, was ich zuvor probiert hatte. Allerdings bedarf es einer gewissen Anlaufzeit, bis man das System auf die eigenen Bedürfnisse angepasst hat (so verwende ich z.B. keine „normalen“ Listen mehr, sondern vereine alle Listen in einer einzigen MindMap).
    Viel Spaß und Erfolg mit GTD!

  6. Guten Tag zusammen,
    hab jetzt schon viel von gtd gehört, hab das Buch leider noch nicht gelesen, werd es aber bei Gelegenheit definitiv bestellen. Aber irgendwie läuft doch alles auf eine Art To-Do-Liste hinaus. Hab die letzten 2 Tage jetzt mal im Netz recherchiert, was und wie man solche Sachen organisieren kann. Vom Ostfriesen PDA, bis hin zu kommerziellen Lösungen hab ich alles gesehen. Am besten fand ich Lösungen die über Outlook funktioniert haben. Nicht weil Outlook ein tolle Programm ist, sondern weil ich alles was in Outlook drin steht mit meinem mda synchronisieren kann. Jetzt gibt es auch dort wieder diverse Ansätze wie man sich die Sachen strukturieren kann. Über die Einrichtung einer Kontakt-Alternative bis hin zur Einrichtung einer E-Mail-Ordner-Struktur. Aber bei Synchronisation scheitern die Sachen in der Anwendbarkeit. Allerdings bin ich jetzt naja nennen wir es „Holzhammer-Methode“ angelangt. Man legt sich Notizen als „Ordner“ an, diese kann ich Synchronisieren und mit der Unterteilung kann ich mit auch jede Menge einfallen lassen, und ich kann diese „Ordner“ auch gleichzeitig auf dem Desktop aufrufen und bearbeiten, einteilen etc. Kann diese sogar farblich von einander trennen. Wenn eine Aufgabe erledigt ist entweder löschen, oder ich lege meine Aufgaben als Stichpunkte an, und somit fangen alle Aufgaben auch mit einem – (Bindestrich) an, den kann ich dann bequem mit einem kleinen x ersetzen. Habe meine Aufaben erstmal wie Stefan Bucher einfach unterteilt in 4 Blöcke, mehr gedenke ich nicht zu gebrauchen. Arbeit / Privat und dann jeweils Jetzt / Zukunft. Aber GTD werd ich mir auf jedenfall auch noch reinziehen. Gruß Dirk

  7. Ich habe bei mir im Blog mal beschrieben, wie ich die Aufgabenliste mit Outlook und Smartphone organisiere. Ist eine Kombination aus mehreren Methoden, GTD genauso wie alt- und unbekanntes.

    Wie sagte mal einer meiner Professoren: Egal mit welcher Methode Sie die Analysephase machen, hauptsache, Sie machen Sie mit einer Methode. GTD ist eine, die sich jemand für seinen ganz persönlichen Bedarf entwickelt hat. Ich konnte einiges raus ziehen, anderes mache ich anders. Oder gar nicht.

    Ohne dran zu verdienen: Das Buch Zeitmanagement mit Outlook ist für alle Anwender desselbigen lesenswert.

  8. Hallo Marcel.
    Das tönt ja ganz interessant dieses Buch. Ich werde mir das auch einmal näher ansehen. Ich hab da einige Leichen im Keller und dieses Thema begleitet mich durchs Leben. Danke für den Tipp!

  9. @ Alexander Greisle:
    Danke für Ihren Hinweis zu Lösungen mit Outlook! Ich bin aus der Erfahrung auch der Meinung, dass es Methode braucht. Und dass es keine einzige Methode geben kann, die ich 1:1 übernehmen kann. Dort etwas weg lassen, da etwas anderes dazu tun, was mir besser liegt. Das muss das „Rezept“ sein.

    @ Christian:
    Du meinst also statt „Wie ich die Dinge geregelt kriege“ eher „Wie ich die Leichen aus dem Keller kriege“? :-)

  10. @marcel
    So in etwa. Aber doch noch schnell eine kleine Frage. Ich habe mir schon mal das Simplify your life Buch angeschafft und gelesen, danach die Hörbuch CD Version und ich ignoriere es jedes mal immer. Siehst du in Getting Things Done einen signifikanten Unterschied zu Simplify your life?

  11. Siehst du in Getting Things Done einen signifikanten Unterschied zu Simplify your life?

    Kann ich noch nicht sagen, weil ich auch erst eingestiegen bin. Gibt’s bei meinen Leserinnen und Lesern Erfahrungen im Vergleich zu simplify?

  12. Gestern hab ich mich also in die grosse Stadt Bern gemacht und als erstes bei Thalia nachgefragt, nein, das Buch habens nicht da, könnens bestellen. Und bei Stauffacher dasselbe. Nein, meine lieben Buchhändler, bestellen kann ich selber. Bei Amazon.de! Sorry.

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