Anfragen per Mail: Tops und Flops

Neben vielen Hinweisen auf interessante Beiträge („Hallo Marcel, das wär doch was für Dein JobBlog“) bekomme ich auch öfters Anfragen per Mail – ob ich über dies oder das im JobBlog berichten könnte.

Solche Anfragen kann man so …

Sehr geehrter Herr Widmer,
Sie hatten vor einiger Zeit auf einige unserer Ergebnisse hingewiesen „Wie wichtig ist Ihnen der Respekt ihres Chefs?“. Ich wollte nun mal anfragen, ob es vielleicht möglich wäre, dass Sie auf unsere derzeitige Studie hinweisen.
[…]
Sollten Sie weitere Fragen haben, stehe ich gern auch telefonisch zur Verfügung.
Herzlichen Dank und beste Grüße

… oder so schreiben

Wie wäre es mit einer Besprechung – der zugegeben noch kleinen Stellenbörse hier: http://www.irgendeineadresse.blabla

(keine Kürzung des Texts meinerseits – das war alles!)

Zwei unterschiedliche Methoden …

Wie im ersten Fall mit knackigen Informationen, einer entsprechenden Bitte, darüber zu schreiben, und unter Warung des kleinen Einmaleins des Anstands.
Das führt zum Erfolg. Top!

Oder – wie im zweiten Fall – in einer Art und Weise, die mehr mit einer Forderung denn mit einer Bitte zu tun hat und zeigt, dass es mit der guten Kinderstube wohl nicht ganz geklappt hat.
Das führt zum sofortigen Löschen der Anfrage; ohne Antwort meinerseits! Flop!

Sachen gibt’s …

5 Antworten auf „Anfragen per Mail: Tops und Flops“

  1. Das zweite klingt für mich nach einem Vorschlag, das erste nach einem geschleimten „schreib mal“. Kurz und knackig finde ich die Konjunktivsammlung nicht. Die Anrede weg zu lassen, ja das kann bei einigen unangenehm aufstoßen.

    Das kann ja jeder handhaben, wie er will.

    Von einem Satz auf eine schlechte Kinderstube zu schließen, finde ich übertrieben.

    Vielleicht war es für die Stellenbörse gar nicht schlecht, dass du keinen öffentlichen Review verfasst hast.

    Achso, ich habe mit der von dir zitierten Stellenbörse oder Email nichts zu tun.

    Cheers

  2. Einem fremden Menschen schreiben, ohne Anrede, ohne ein „Bitte“, ohne sowas wie „darüber würde ich mich freuen“ – das ist für mich mangelnder Anstand und lässt durchaus auf schlechte Kinderstube schliessen.

  3. Ich kann mich dem nur anschliessen. Es ist zum Teil echt unglaublich, in welcher Form E-Mails mit Bitten/Forderungen bei mir eintreffen.

    Ein Minimum an Anstand und das Einhalten von gewissen Höflichkeitsregeln gehören meiner Meinung nach auch im E-Mail-Verkehr einfach dazu.

    Soviel Zeit sollte einfach sein, wenn man beim Gegenüber etwas erreichen will.

  4. Hallo Herr Widmer,
    auch ich mache ähnlich Erfahrungen mit „Unhöflichkeiten“ bei Mail-Anfragen.
    Ich mache allerdings noch eine kleinen, feinen Unterschied. Wenn es jemand ist, der mich schon öfter mal höflich gebeten hat, auf das eine oder andere hinzuweisen und dann mal mit einem Satz „Wie wäre es mit einer Besprechung zu dem und dem…“ daherkommt, drücke ich schon mal ein Auge zu.

    Davon einmal abgesehen sind auch manche „höflichen Mails“ inhaltlich für mich bzw. unseren Blog einfach nicht interessant. Dann gibt es eine klar-begründete Absage meinerseits.

    Grüße – R. Pink

  5. @ Ruth Pink
    Genau so, wie Sie es beschreiben, handhabe ich es auch. Mein Artikel bezog sich nur auf Erstkontakte bzw. -anfragen (was ich offensichtlich zu wenig herausgehoben). Danke für die Ergänzung!

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